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Zugspitztour – Unsere „Vorab-Erkundung“

24 August 2013 Ein Kommentar

IMG_4372Da bisher noch keiner von uns auf der Zugspitze gewesen ist, reisen wir bereits am Sonntag an und fahren dann mit der Seilbahn hinauf, zur Bergstation auf deutschlands höchstem Gipfel (2.962m). Das gibt uns einerseits Gelegenheit, uns in dieser Höhe etwas zu aklimatisieren, andererseits haben wir von dort aus auch einen phantastischen Überblick über das Zugspitzplatt und den alpineren Teil unserer Zugspitztour. Und lasst es uns bitte gleich hier erwähnen: Die Fahrt hinauf ist zwar teuer, aber wirklich jeden Cent wert..!

IMG_4254Wir erreichen den Zugspitzbahnhof in Garmisch-Partenkirchen kurz vor Neun. Von hier aus geht es dann per Bayrischer Zugspitzbahn gemütlich nach Grainau, wo wir in die Zahnradbahn umsteigen.
Wer möchte, der kann hier nun einfach sitzen bleiben und sich durch den Tunnel hinaufbringen lassen, zum SonnAlpin (2.576m) auf dem Zugspitzplatt. Wenn man nämlich Höhenangst hat, oder vielleicht nicht ganz Schwindelfrei ist, dann wird einem auf diese Weise überhaupt keine Chance gegeben, unterwegs vielleicht irgendwann Angst zu bekommen!
Vom Platt aus kann man dann immer noch ganz bequem – per Gletscherbahn – (Seilbahn) den Gipfel erreichen. Wir steigen am Eibsee jedoch um und nehmen von dort aus die Eibsee-Seilbahn, direkt hinauf zum Zugspitz-Gipfel.

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Claudia steht während der Bergfahrt (aufgrund ihrer unterschwelligen Höhenangst) zwar etwas verkrampft in der Gondel, aber vor zwei Jahren wäre sie überhaupt noch nicht in diese Seilbahn eingestiegen! Ein kleiner Beweis dafür, dass man eine vorhandene Höhenangst (wenn man will!) durchaus kontrollieren lernen kann!
Das letzte Stück unserer Fahrt hinauf ist dann aber schon beeindruckend steil und die Gondel scheint dabei die Felsen manchmal fast zu berühren. Dann bremst sie aber auch schon weich ab und parkt sanft in der Bergstation ein.

IMG_4274Wer hier oben aussteigt, der muss sich zuerst einmal orientieren. Die Bergstation auf der Zugspitze gleicht nämlich eher dem U-Bahnhof einer Großstadt, als einem beschaulichen Halteplatz für Seilbahnen, wie man ihn hier oben vielleicht erwarten würde. Nach kurzer Zeit haben aber auch wir den Ausgang gefunden und holen draußen dann zuerst einmal tief Luft: Hier oben ist es nun nämlich gute 15°C kühler, als gerade noch unten im Tal! (Unbedingt eine warme Jacke mitnehmen!)

IMG_4300Wir machen einen ersten Rundgang, um uns überhaupt einmal zu orientieren. Mal kurz hier hinunter schauen, und auch dort noch einen Tiefblick riskieren – und natürlich auch einen Blick hinüber werfen, zum eigentlichen Gipfel! Dort drängen sich schon jetzt wieder ganze Menschen-Trauben, um ihr eigenes Gipfel-Foto zu erhaschen.
Ach…„, lacht Claudia nur „…das gilt auch so..!“ und fotografiert diese Szenerie einfach von der Plattform aus.

IMG_4304Beeindruckend sind auch die Flugkünste der Alpendohlen. In aberwitzigen Manövern stürzen sie sich immer wieder in die Tiefe, um sich dann von ihrem eigenen Schwung wieder herauf tragen zu lassen, zur Aussichtsplattform. Überhaupt scheinen die hier oben jede Scheu vor Menschen abgelegt zu haben, denn sie fressen einem buchstäblich aus der Hand! (Aber kein Brot – nur Wurst und Käse!)

Wir umrunden die Bergstation einmal völlig und lassen uns dann auf einer der Terrassen, zu einem zweiten Frühstück, nieder. Immerhin sind wir heute schon um halb Vier aufgestanden, denn die Fahrtzeit vom Hochschwarzwald aus beträgt fast vier Stunden.
Von unserem Platz aus haben wir eine freie Sicht hinunter, auf das Zugspitzplatt mit dem Schneefernerhaus und dem SonnAlpin. Und wir können den Grat einsehen, über den wir übermorgen ebenfalls den Gipfel erreichen wollen.

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Inzwischen kommen doch schon einige Wanderer von dort unten herauf, so dass wir mit ihrer Hilfe in großen Teilen ausmachen können, wie dieser alpine Felsensteig, hier im oberen Bereich verläuft.
Vom SonnAlpin aus führt er zuerst einmal als Trampelpfad im Zick-Zack durch eine steile Geröllhalde aufwärts. Dann verschwindet er jedoch hinter Felsen, so dass wir die WanderIMG_4323er erst wieder sehen können, wenn sie bereits oben über den Grat kommen. Und dieser ist dann auch völlig ausgesetzt: Dort geht es nämlich auf der linken Seite gute 2.000 Meter hinunter, bis zum Eibsee – und rechts gute 300 Meter, bis zum Zugspitzplatt.
Was denkst Du..?“ frage ich Claudia vorsichtig. „Schaffst Du das..?
Sie spitzt zuerst etwas skeptisch die Lippen, fängt dann jedoch ganz langsam an zu nicken.
Doch..!“ meint sie endlich, und mit einem Schmunzeln. „Ich glaube schon..!
Da wir von unserem Platz aus aber nicht ausmachen können, wie der Pfad hier oben den Gipfel erreicht, beschließen wir auch noch kurz hinüber zu gehen, zum Münchner Haus. Danach wollen wir hinunter fahren, zum SonnAlpin auf dem Zugspitzplatt, um uns den Aufstieg auch noch von dort aus anzuschauen.
(Das Münchner Haus ist übrigens die höchste Alpenvereins-Hütte des DAV, direkt am Zugspitzgipfel – hier kann übernachtet werden!)

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Unmittelbar hinter dem Münchner Haus führt eine Eisentreppe hinunter, die dann in eine betonierte Treppe übergeht, auf welcher unser Wanderpfad endet. Claudia möchte es nun aber genau wissen, und geht gleich noch ein paar Meter weiter, bis zur ersten „Engstelle“.
Doch..!„, meint sie dort dann selbstsicher. „Das schaffe ich..!

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Kurz darauf schlendern wir hinüber zur Gletscherbahn, um mit ihr hinunter zu fahren, zum SonnAlpin auf dem Platt (2.576m). Von dort aus sollten wir dann eigentlich auch den bisher noch nicht einsehbaren Teil unserer geplanten Tour ausmachen können.
Das Zugspitzplatt liegt knapp 400 Meter unter dem Gipfel und ist im Sommer eigentlich nur eine große, leicht geneigte Steinwüste, ohne Vegetation. Nur ganz vereinzelt findet man hier oben Alpenblumen, meist tief zwischen Steine hineingeduckt. IMG_4358Und auch vom Gletscher ist jetzt im August nur noch ein letzter, schmutziger Rest übrig. Trotzdem hat diese Landschaft etwas. Einen ganz besonderen Reiz, der uns auch sofort gefangen nimmt, kaum dass wir die Seilbahn verlassen haben.

Vor dem SonnAlpin stehend, schauen wir zurück, zum Gipfel. Und nun haben wir auch diese steile Geröllhalde, durch die unser Pfad während der ersten einhundert Höhenmeter führt, unmittelbar vor uns.
Wow..!“ meint da Claudia nur. „Zwei Schritte vor, und einen zurück..!“ Wir beobachten nämlich gemeinsam ein paar andere Wanderer, die sich dort gerade über den schmalen Zickzack-Pfad hinaufquälen.
Weiter oben geht es dann in den Fels hinein. Dort ist der Weg mit Seilen versichert, wissen wir. Allerdings können wir den exakten Wegverlauf auch von hier aus nicht ausmachen.

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So genießen wir einfach noch etwas das Zugspitzplatt, und alles, was es hier oben sonst noch gibt. Eine kleine Hängebrücke, ein MinispiX (Eine kleine Kopie des AlpspiX auf der Alpspitze) und ein kleiner Klettergarten für Kinder. Direkt oberhalb des Sonnalpin ist zudem eine kleine Bergkapelle, die Claudia zielsicher ansteuert. Wir schießen drinnen ein paar Fotos vom wunderschönen Altar, dann wenden wir uns IMG_4364wieder in Richtung SonnAlpin und dem dortigen Gletscherbahnhof Zugspitzplatt (Zahnradbahn) zu. Es wird langsam Zeit, wieder ins Tal zurück zu kehren, um unseren Campingplatz aufzusuchen.

Nachdem wir heute Morgen mit der Seilbahn herauf gefahren sind, wollen wir nun gerne mit der Zahnradbahn hinunter fahren, um auch noch den langen Tunnel kennen zu lernen, durch den sie fährt.

Wenn man im SonnAlpin dann die Treppen zum Bahnhof der Zahnradbahn hinunter steigt, ist man zuerst einmal völlig überrascht, von dessen Größe. Vor allem deswegen, weil man außerhalb des Sonnalpin ja überhaupt nichts von dem ahnt, was sich hier unten befindet. Hier ist nämlich ein richtiger U-Bahnhof versteckt!

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Die Bahnen fahren von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr stündlich und befördern einen direkt hinunter nach Grainau, wo man wieder in das normale Bähnle umsteigt, das einen vollends zum Zugspitzbahnhof nach Garmisch-Partenkirchen bringt.

IMG_4395Von Garmisch aus fahren wir dann mit beiden Autos nach Grainau, wo wir auf dem Campingplatz für die Dauer unserer Tour reserviert haben. Hier werden wir heute im Vorzelt unserer Wanderfreunde übernachten, um morgen nach dem Frühstück dann gemeinsam mit unserem Auto nach Ehrwald zu fahren. Dort gedenken wir unser Auto auf dem Parkplatz der Ehrwalder Almbahn stehen zu lassen (bitte unbedingt an der Kasse Bescheid geben!), bis wir es nach Abschluss unserer Tour wieder abholen werden. Der Kleintransporter unserer Freunde wird so lange mit dem aufgebauten Vorzelt in Grainau stehen bleiben, damit wir dort am Ende unserer Tour erneut übernachten können, ohne erst noch lange ein Zelt aufbauen zu müssen.

IMG_4402Wir werden auf dem Campingplatz freundlich begrüßt und zu unserer Parzelle geleitet. Nach einer kurzen Einweisung in die Infrastruktur des Platzes bauen wir gemeinsam das Vorzelt auf und gehen anschließend duschen (keine Extrakosten für Warmwasser in Form von Duschmarken!). Anschließend Abendessen, danach lassen wir den Abend mit einigen Gläschen Rotwein gemütlich ausklingen. Die Höhenluft hat uns doch recht müde gemacht. Oder war es etwa doch das frühe Aufstehen..?

Noch ein Nachtrag zum Campingplatz: Dezeit steht genau gegenüber ein neuer Campingplatz (fünf Sterne, unter gleicher Leitung!) unmittelbar vor der Eröffnung! Und im Herbst wird dann auch der „alte“ Platz renoviert werden.

Unser Fazit: Ein wirklich toller, sehr erlebnisreicher Tag! Sich dabei auf gar keinen Fall von den hohen Preisen für die Bergfahrten abschrecken lassen, denn die sind es allemal wert! (Außerdem macht man das ja nicht zu oft!)

Alle weiteren Infos dazu unter: Zugspitze – Top of Germany


 


Zugspitztour, 1. Etappe: Ehrwald – „Gatterl“ – Knorrhütte

Ein Kommentar »

  • manu sagt:

    Fein fein fein!!! Bin gespannt auf noch gaaaaaaaaaaaaaaaanz viele Fotos von Euch!!

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