Home » Trekking-Special

Westweg-Trek: Was gut war..,

28 Juni 2010 5 Kommentare
 Dieser Artikel ist Teil 15 von 16 in der Serie Westweg-Trek 2010

und was wir das nächste Mal vielleicht anders machen würden..!

Grundsätzlich gilt: wir würden (beide!) die Tour sofort wieder unternehmen! Aber diesmal mit etwas weniger Gewicht auf den Schultern. Und es sind auch nur Kleinigkeiten, die dann für diesen Gewichts-Unterschied (insgesamt) sorgen, aber es lassen sich doch locker ein paar Kilos einsparen:

  1. Wir hatten beispielsweise Bundeswehr-Eßbestecke dabei, die sind viel zu schwer! Uns hätte jeweils ein einfacher Plastiklöffel für die Suppen genügt!
  2. Wer morgens nicht auf (löslichen) Kaffee verzichten will: anstatt kleiner Milch-Portions-Döschen, kann man auch „Kaffee-Weißer“ benutzen!
  3. Verpflegung: Landjäger, Dauerwürste, Brot, Brotaufstriche (z. B. Portions-Döschen Philadelphia, Senf, etc.) immer nur bis zum nächstmöglichen Einkauf berechnen. (Das Zeug ist ziemlich schwer!)
  4. Handtücher und Waschlappen nicht mehr aus Frottee, sondern aus Microfaser einpacken! Nur eine(!) feste Seife, keine Wasch-Lotionen, oder gar Shampoos einpacken! Deo ist für unterwegs absolut überflüssig, da ja bereits die Seife parfümiert ist!
  5. Zucker (muss unbedingt sein, wegen Brennstoff im Tee!): wenn zwischendurch aber Einkaufsmöglichkeiten bestehen, kein ganzes Kilo, sondern nur noch „pfundweise“ einpacken!
  6. Tee ist als Durstlöscher viel besser als „Ascho“, oder Mineralwasser. Er schmeckt zudem heiß, lauwarm oder kalt, was man von Wasser und „Ascho“ nicht gerade behaupten kann!
  7. Einweg-Plastikflaschen sind für unterwegs ideal, da deutlich leichter wie Glas-, oder Aluflaschen – und zudem auch um einiges billiger! (Welche mit größerem Hals verwenden, die sind leichter zu befüllen!)
  8. Unsere Thermo-Kaffeetassen: da würden auch einfache Plastikbecher genügen!
  9. „Packtaschen“: unsere Leinen-Einkaufsbeutel sind ideal, um unterwegs „Volumenfracht“ zu befördern. Also alles rein, was nichts wiegt und (im Rucksack!) viel Platz wegnimmt: z. B. die 5 Minuten-Terrinen, oder leere Wasserflaschen, etc! Einfach zwei Beutel zusammenknoten und über den Rucksack werfen. Nicht wirklich schön, aber ideal..! (Siehe Foto unten!)
  10. Werkzeuge,  (z. B. Taschenmesser), Feuerzeug u. Notausrüstung: ohne uns abzusprechen, hatte jeder seine eigene dabei. Das ist Blödsinn, denn eine hätte uns natürlich genügt!
  11. Wechselkleidung: eine warme Reserve (z. B. ein Fleece-Pulli) und ein Jogging-Anzug für abends, müssen sein. Auch eine lange Unterhose wiegt nicht viel. Ansonsten genügt aber eine einzige, komplette(!) Reservegarnitur.
  12. „Crocs“ gehören bei uns inzwischen zur Standard-Ausrüstung!
  13. Eine Rolle ungebleichtes WC-Papier pro Person ist zwar nicht leichter, hält aber deutlich länger als Tempos, ist sehr vielseitig verwendbar (Geschirr), in der Landschaft deutlich diskreter und verrottet zudem auch noch schneller!
  14. Beim Gewicht-Einsparen gilt allgemein: auch Kleinvieh macht Mist, aber Sicherheit geht grundsätzlich vor! An Reserven denken: eine zweite Gas-Kartusche für den Kocher, sollte schon dabei sein! Genauso wie Reserve-Streichhölzer, für ein Feuerzeug! Usw..!

Zum Essen: wir haben beide grundsätzlich nie an Kalorien, oder am Essen gespart. Im Gegenteil, ich habe immer darauf geachtet, dass wir sogar im Tee für unterwegs, genügend Zucker hatten! Trotz aller Anstrengungen hatten wir abends jedoch kaum Hunger, so dass uns stets eine 5 Minuten-Terrine, pro Person, genügt hat. (Ideal, da sehr leicht, ungemein sättigend und schnell zubereitet!)

Interessant ist: obwohl wir beide grundsätzlich gegessen haben, wann immer wir Hunger hatten, haben beide kräftig abgenommen. Claudia 3,0 kg und ich sogar ganze 5,0 kg!

Kleine Anmerkung: deswegen ist es mir unterwegs auch so leicht gefallen, Claudia noch zusätzliches Gewicht abzunehmen! Einerseits hatte ich da schon neue Muskulatur aufgebaut, gleichzeitig war ich inzwischen aber auch selbst deutlich leichter geworden! (Ist übrigens ein tolles Gefühl, wenn plötzlich die engen Jeans, von früher, wieder passen!)

Medikamente: Wer unterwegs auf regelmäßige Medikamenten-Einnahme angewiesen ist, (z. B. Marcumar?!) sollte davon genügend (Reserve!) dabei haben. Das gilt auch für einfache Schmerzmittel, wie z. B. gegen Migräne (Die kommt schließlich immer dann, wenn man sie gerade nicht brauchen kann!). Aber auch an den Magen sollte man vielleicht denken und natürlich auch an die B l a s e n !

Kartenmaterial: Karten der gesamten(!) Wanderstrecke sollte man immer dabei haben! Topografische 50.000er sind ideal und ein GPS-Gerät dafür kein wirklicher Ersatz (Akku/kein Netz!). Aber: man sollte diese Karten im Gelände dann auch „einnorden“ und lesen können..! (Sich damit schon vorher etwas auseinander zu setzen, ist bestimmt kein Fehler!) 


Westweg-Trek: 14. EtappeWestweg-Trek: Wir sind unterwegs..!

5 Kommentare »

  • Rainer sagt:

    Sehr gut und wichtig, hoffentlich wird dies von vieln Wanderkameraden gelesen

  • Jörg sagt:

    Ich werde in den Pfingstferien ( 26.05.-08.06. ) den Weg laufen .
    Frage : ich will keinen Schlafsck mitnehmen nur ein bivy und ein Inlett , wie „kalt ist es Nachts“ ? Die Wärmeempfindlichkeit ist bei jedem anderst aber geht das ohne Schlafsack ?

  • Rainer sagt:

    Überleben kann man das schon, aber ob das noch Spass macht? Unter Umständen musst Du im Hochschwarzwald sogar noch mit Frost, Eis und Schnee rechnen..!

  • Marion sagt:

    Guten Morgen,
    ich habe mit Begeisterung euren Bericht gelesen.
    Auch ich war vor ein paar Jahren im Mai von Hausach- Muggenbrunn auf dem Westweg und habe die Wanderung sehr positiv in Erinnerung.
    Da ich alleine unterwegs war und auch lieber zelten wollte, suchte ich nach Campingplätzen, die leider sehr gestreut waren und zuätzliche KM erforderten .( Michelshof, Titisee, Muggenbrunn)
    Hattet ihr keine Probleme in den Wetterschutzhäuschen zu übernachten ?
    Ich werde mir nun nochmal euren Bericht studieren, und nächstes Jahr geht es für mich wieder auf den Westweg.

    Negativ fand ich übrigens die Strecke, die lange parallel der Hauptstrasse lief….

    Viel Spass weiterhin bei euren Wanderungen
    Marion

  • Wanderhans sagt:

    Danke für den ansdchsaulichen und mit schönen Bildern geschmückten Bericht! Alle, die auf dem Westweg immer ein ordentliches Abendessen, ein Bett, morgens eine warme Dusche und Brötchen mit feinem Bohnenkaffee haben möchten, guckt mal in meine www-Seite. Auch „die Kunst des Weglassens“ oder Minimalismus, wie hier im Fazit schöon angedacht, findet Ihr dort.
    So oder so – viel Spass beim Wandern und –
    frohen Wandergruß aus ‚em Saarländche
    Hans

Schreibe doch einen Kommentar!

Schreibe hier einen Kommentar, oder Trackback von Deiner eigenen Website. Du kannst auch diese Kommentare als RSS-Feed abonnieren.

Du kannst folgende Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Auf dieser Seite können Gravatars verwendet werden. Um deinen eigenen Gravatar zu bekommen, registriere Dich auf Gravatar.