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Von Littenweiler zum Schauinsland-Gipfel

11 September 2013 Kein Kommentar

IMG_4960Aller guten Dinge sind Drei: Und nachdem wir den Schauinsland-Gipfel nun bereits von Freiburgs Bahnhof Wiehre, und auch von Staufen aus erobert haben, wollen wir heute auch noch den Aufstieg von Littenweiler aus wagen. Ihm haben wir den Vorzug gegenüber dem Aufstieg von Kirchzarten aus gegeben. Beide Aufstiege vereinen sich jedoch bereits wieder hinter dem Laubisköpfle, also nach wenigen Kilometern.

IMG_4907Wir parken unser Auto in Littenweiler, kurz hinter der Endhaltestelle der Straßenbahn (Linie 1). So können wir heute Abend dann wieder bequem mit dem Schauinslandbähnle und der Straßenbahn zum Auto zurückkehren. Wären wir hingegen in Kirchzarten gestartet, dann hätten wir zusätzlich noch mit dem Zug (Höllentalbahn) ab Freiburg Hbf., oder ab dem Bhf. Wiehre fahren müssen.
Vom geparkten Auto aus folgen wir der Straße über den Bahnübergang in Richtung Kappel. Die ersten Wegzeichen im Ortsinneren ignorieren wir, weil wir direkt zu unserem Aufstieg gelangen möchten, der direkt am Ortsende von Littenweiler beginnt. Hier folgen wir der Straße dann noch über ein paar Serpentinen steil aufwärts und gelangen so zum Beginn unserer Route.
Links unter uns, im Tal liegt Kappel. Unser Weg führt nun immer entlang des Waldrandes und erst mal etwas parallel über den Häusern dahin, dann senkt sich sein Niveau nach links und wir erreichen kurz darauf den Ortsrand. Immer der gelben Raute folgend, durchqueren wir Kappel nun der Länge nach in Nord-Süd-Richtung, und auf Asphalt. Dann führt uns ein ebenfalls geteertes Weglein wieder kräftig aufwärts.

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Wo sich der Weg teilt, entsteht kurz Verwirrung. Rechts weist nämlich ein nicht zu übersehendes Schild auf einen Privat-Weg hin, und links sieht die Fortsetzung auch nicht sehr vielversprechend aus. Erst als ich mich bücke, finde ich die gelbe Raute wieder am Baum vor mir: Es geht gerade-aus weiter!

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Nun nehmen uns schmale Wald-Pfade auf, wie wir sie lieben. Und obwohl es bereits 10.00 Uhr ist, sind die umliegenden Berg-Gipfel und Kämme wohl so steil, dass die Sonne hier unten noch keine Chance hat! Unser Weg hinauf liegt nun noch eine ganze Weile in ihrem kühlen Schatten. Das empfinden wir jedoch als sehr angenehm, da uns im Aufstieg rasch warm wird!

IMG_4918Je höher wir kommen, umso öfter sehen wir dann aber auch sonnige Abschnitte und als wir den Pfeiferberg erreichen, haben wir auch zum ersten Mal einen freien Blick nach Osten, und hinunter auf Kirchzarten. Von hier aus sind es nun noch acht Kilometer, bis zum Gipfel.
IMG_4926Wir passieren den Dobelbauernhof und gönnen uns kurz darauf eine erste, kurze Rast, auf einem exponierten Bänkchen. Erneut genießen wir eine phantastische Aussicht hinunter, ins Dreisamtal und auf Kirchzarten und können uns kaum sattsehen. Dahinter übersehen wir nämlich bereits die nördlichen Schwarzwald-Kämme vom Rosskopf (links), bis fast nach St. Peter.

Kurz darauf stößt dann auch der Weg von Kirchzarten zu uns herauf. Wir haben unserer heutigen Variante eigentlich nur deshalb den Vorzug gegeben, weil ihr Ausgangspunkt bequemer zu erreichen war. Außerdem sind wir die andere Tour schon einmal gegangen, während dieser Aufstieg von Littennweiler aus, nun völliges Neuland für uns ist.
IMG_4931Heute verläuft unser Aufstieg deutlich ruhiger und gelassener, als gestern. Gestern saß uns nämlich den ganzen Tag über nicht nur der deutlich längere Aufstieg, sondern auch noch die extrem lange Rückkehr zum Auto mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Nacken. Heute hingegen ist alles viel ruhiger. Wir haben uns zur Feier des Tages (weil wir die drei Aufstiege dann komplettiert haben!) sogar vorgenommen, uns oben am Gipfel erst mal Kaffee und Kuchen zu gönnen. Und die Schauinslandbahn möchte ich an der Bergstation heute ebenfalls noch in aller Ruhe fotografieren!
Claudia geht das hingegen mal wieder alles viel entspannter an und behält so auch den besseren Überblick.
Um 14.30Uhr werden wir oben sein..!„, rechnet sie mir nach einem langen Blick in die Karte vor und ich weiß unbesehen, dass das stimmt. Sie kennt unsere Formel natürlich ebenfalls, mit der wir das inzwischen ziemlich genau berechnen können! (Um 14.26Uhr waren wir dann übrigens tatsächlich oben, wie mir der Timecode unserer Fotos im Nachhinein zeigt!)

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Obwohl unser Pfad sehr angenehm zu gehen ist und überwiegend im Waldschatten verläuft, ist uns inzwischen ordendlich warm geworden. Auch dieser Aufstieg hat es nämlich so richtig in sich. Daher trinken wir auch regelmäßig von unserem Tee und Claudia nutzt sogar einmal ein frisches Bächlein, um sich die Hände zu kühlen.

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Über einen letzten, steilen Pfad erreichen wir dann oben die offenen Hochweiden und suchen uns am Rappeneck ein gemütliches Plätzchen auf den Felsen. Nun sind wir bereits auf 1.010m, wie mir das Display des Garmin zeigt.
IMG_4945Noch 270 Höhenmeter..!„, überschlägt Claudia kurz im Kopf und zieht nebenher eine Banane aus dem Rucksack. Dann machen wir noch ein paar Fotos und starten anschließend zur Schluss-Etappe.

Nach kurzer Zeit erreichen wir aber leider ein Weg-Stück, das frisch von Waldarbeitern „beackert“ worden ist. Aber die Natur wird’s schon wieder richten und die Wanderer haben ja ohnehin nichts zu melden! Wozu sich also aufregen..?
Wenig später erreichen wir dann auch schon den breiten Schluss-Anstieg zum Eugen-Keidel-Turm, oben am Gipfel. Hier genießen wir nun einmal mehr wieder die phantastischen Tiefblicke, hinunter nach Freiburg und in die Rheinebene. Heute ist auch der Kaiserstuhl deutlich auszumachen, während sich die Vogesen leider e4rneut im Dunst verstecken.

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Nun geht es noch einmal kräftig hinauf, bevor wir oben am Gipfel dann unsere Rucksäcke von den Schultern gleiten lassen und auf einem der Bänkchen Platz nehmen. Claudia Klatscht mich ab und ist mächtig stolz – denn es ist vollbracht: Wir haben alle drei Schauinsland-Aufstiege hinter uns gebracht! Und jetzt, da für heute jede Pflicht für die Berichte auf unserer Seite erfüllt ist, folgt natürlich auch bei uns die „Kür“: Ich habe nämlich plötzlich eine unglaubliche Lust auf einen heißen Kaffee und ein feines Stück Kuchen!
Jiip..!„, schließt sich Claudia dieser Idee sofort an und wir ziehen fröhlich hinüber, zur Bergstation.

IMG_4966Das im Mai wieder neu eröffnete Café und Restaurant Die Bergstation hat sich bereits einen guten Ruf erarbeitet und wir sind daher echt gespannt. Drinnen begrüßt man uns freundlich und wir suchen uns gleich einen Platz im Wintergarten, mit freier Sicht auf die ankommenden und abfahrenden Gondeln.
Claudia entscheidet sich für einen Aprikosen-Käse-Kuchen und nimmt dazu einen Cappuccino, während ich mich auf ein Kännchen Kaffee mit einem riesen Stück Schwarzwälder freue.

IMG_5003Da ich irgendwann auch einmal Konditor gelernt habe, betrachte ich das Drumm Sahnetorte erst mal skeptisch, und bin dann völlig überrascht von der Qualität – die ist nämlich Klasse! Und auch Claudia (als Verkaufsleiterin einer Mittelständigen Bäckerei) ist von ihrem Käsekuchen sehr angetan.
IMG_5000 „Doch.., Preis, Qualität und Service stimmen hier oben..!“ stellt sie schon nach dem ersten Bissen leise fest und schiebt schmunzelnd gleich die nächste Gabel in den Mund.
So lassen wir unsere dritte Gipfeleroberung des Schauinslands dann bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen, bevor wir uns wieder auf den Weg hinunter, nach Freiburg machen.

Zuvor möchte ich aber unbedingt auch noch ein paar Fotos von ankommenden, oder abfahrenden Gondeln machen und sehe mich daher schon beim Kaffee-Trinken aufmerksam um. Wo ist wohl der beste Platz, um ein tolles Foto zu schießen..?
Nach kurzer Zeit glaube ich ihn gefunden zu haben und da wir ohnehin gerade warten müssen, um einen freien Platz in einer talwärts fahrenden Gondel zu ergattern, lasse ich mir Zeit und schieße Bild um Bild. (Das Schönste nehme ich als Titelbild in der Übersichtsseite Unsere schönsten Schauinslandaufstiege.)

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Und wir haben noch einmal Glück: Als der Andrang vorbei ist ergattern wir nämlich eine Gondel für uns ganz alleine, so dass ich auch während der Talfahrt noch einmal ungeniert fotografieren kann. So erwische ich Claudia einmal dabei, wie sie den Kindern in einer anderen, bergwärts fahrenden Gondel, lieb zurück winkt (unten!).

IMG_5036Die Talfahrt ist leider immer wieder viel zu schnell vorbei. Unten besteigen wir dann wieder in den Bus nach Günterstal, wo schon die Straßenbahn zur Stadtmitte wartet. Am Bertholds-Brunnen müssen wir erneut umsteigen und fahren mit der Linie 1 weiter, nach Littenweiler, zu unserem Auto.

Unser Fazit: Auch der dritte Schauinsland-Aufstieg hat es mächtig in sich, denn auch hier verteilen sich wieder 1.061 Höhenmeter über 11,4 Kilometer Strecke! Dauer ca. 6,5 Std.
Auch dieser dritte Aufstieg verläuft jedoch überwiegend im Waldschatten, so dass sich auch diese Tour für heiße Sommertage anbietet. (An genügend Flüssigkeit denken, da unterwegs keine Einkehr!)

Kosten: Schauinslandbahn (einfach) 8,50 Euro, und Bus/Straßenbahn bis Littenweiler 2,20 Euro (jeweils pro Person!)

Download GPS-Track[urldisplaymode=nomap]

HD-Littenweiler-Schauinsland


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