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Von der Stollenbacher Hütte nach Oberried

10 Februar 2014 2 Kommentare

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Erneut ist uns Petrus wohlgesonnen. Über 7,1 Kilometer Strecke und 707 Höhenmeter führt uns die Tour nun noch durch die “Wilde Schneeburg” hinunter, zur Bushaltestelle “Zipfeldobel” in Oberried. Ein kurzer, aber spannender Schluss-Spurt..!

IMG_6670Als uns der Garmin weckt, parken schon die ersten Tourengeher auf dem großen Parkplatz am Lift. Kein Wunder, denn erneut herrscht perfektes Winter-Wander-Wetter und die Stollenbacher Hütte ist an das Straßennetz angeschlossen. Ein perfekter Ort also, um von hier aus Tagestouren, in Richtung Feldberg zu starten.
Heute lassen wir uns Zeit, denn die Schluss-Etappe ist mit guten sieben Kilometern relativ kurz. Allerdings sind dabei über 700 Höhenmeter im Abstieg zu überwinden, was ganz bestimmt „in die Knochen“ gehen wird! Und wir wissen auch noch nicht genau, wie tief die Schneedecke hinunter reichen wird. Mal sehen, wie weit wir auf Schneeschuhen kommen werden, bevor wir sie ablegen müssen.

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Frau Schweizer bereitet uns ebenfalls einen Liter heißes Wasser zu, damit wir uns für unterwegs eine Thermoskanne Tee richten können. Und wichtig: Wir erhalten für heute die Konus-Karte, die uns eine kostenlose(!) Rückfahrt nach Neustadt mit Bus und Bahn erlaubt! (Übrigens: Auch diese Übernachtung hat mit allem Drum und Dran nur knapp 90,- Euro gekostet!)

Dann brechen wir auf. Auch an der Stollenbacher Hütte können wir unsere Schneeschuhe wieder direkt vor der Haustüre anlegen. Anschließend gewinnen wir auf dem tief verschneiten Wanderweg, in Richtung Erlenbacher Hütte, rasch an Höhe. Oben, am Wege-Kreuz ist uns bereits so warm geworden, dass wir erst mal unsere oberste Kleidungs-Schicht ablegen. Die Jacken kommen an den Rucksack.

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Dann halten wir uns weiter, rechts aufwärts, immer parallel zum Waldrand. In unserem Rücken liegt der Anstieg zum Toten Mann, über den wir gestern, vom Feldberg kommend, abgestiegen sind. (Siehe Titelbild oben!) Weit kann uns dieser Anstieg heute jedoch nicht mehr fordern, da wir insgesamt ja nur noch 148 Höhenmeter aufwärts zu bewältigen haben.
IMG_0534Kurz darauf führt der Weg dann rechts in den Wald hinein und ich nehme kurz den Garmin in Anspruch, um mich für den richtigen Weg zu entscheiden. (Es ist der rechte, mit der gelben Raute!)
Dann geht es erst mal recht lang im Wald dahin, der breite Wirtschaftsweg bietet uns jedoch prima Schnee-Bedingungen. Auch an Abzweigungen kann man überall leicht den Schildern mit der gelben Rauten folgen, die hier eigentlich auch bei deutlich mehr Schnee gut zu finden sein sollten. Dann senkt sich der Weg jedoch immer deutlicher abwärts. Kurz vor der Gfällmatte überqueren wir die schmale Straße, dann hat uns der Waldweg wieder.

IMG_0536Oben an der Gfällmatte erreichen wir eine sonnendurchflutete Lichtung, auf der links ein kleines Bauernhaus steht. Hier heißt es nun aufpassen und notfalls den Garmin zur Hilfe zu nehmen: Auch wenn der breite Weg eigentlich geradeaus weiter zu gehen scheint, unsere Route führt als schmaler Trampelpfad (linker Hand!) rechts vom großen Baum vorbei, über die Wiese in den Wald hinein! Und da man diesen Pfad unter Schnee natürlich nicht sehen kann, muss uns hier nun einfach dieser große Baum vor dem Haus als Wegweiser dienen. (Er trägt am Stamm die gelbe Raute!)

Auf dem Foto unten ist dieser Baum (im Hintergrund zwischen Claudia und dem Wanderstock) deutlich zu sehen und wer genauer hinschaut, der kann sogar das kleine Schild mit der gelben Raute an seinem Stamm erkennen!
IMG_6701Ab hier wird unser Weg nun richtig anspruchsvoll, denn er führt uns über schmale Fels-Pfade im Waldhang hinunter, zur Wilden Schneeburg, einem bekannten Klettergebiet. Unterwegs passieren wir den Räuberfelsen, eine markannte Felsformation, an der im Sommer immer wieder Kletterer genau über den Köpfen der Wanderer zu beobachten sind.
IMG_6703In diesem Bereich bauen wir nun bereits mächtig Höhe ab, und leider wird dabei auch die Schneelage auf dem Pfad mit jedem Höhenmeter geringer. Immer mehr Felsen schauen aus dem Schnee heraus, was den Harschkrallen der Schneeschuhe natürlich nicht gut tut – sie werden schnell stumpf. Daher beschließen wir schon kurz darauf, sie lieber zu schonen und nehmen die Schneeschuhe ab.
Ein kurzer Stopp, dann sind sie auch schon außen an den Rucksäcken befestigt – die Riemen dafür waren bereits griffbereit.
Anschließend geht es konventionell über den restlichen Schnee abwärts, was mit guten Wanderstiefeln zwar anspruchsvoll, aber kein wirkliches Problem ist. Und nur wenige Höhenmeter weiter unten ist dann auch schon gar kein Schnee mehr vorhanden.

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So wandeln wir die letzten Kilometer bis zur Bushaltestelle dann auch ganz gemütlich abwärts. Schade, dass der Schnee nicht ganz hinunter gereicht hat. Aber wir sind uns absolut sicher, sollte das einmal der Fall sein, dann muss dieser Abstieg hier, wohl ein wahrer Schneeschuh-Traum sein! Vielleicht habt Ihr ja mehr Glück..?

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Kurz darauf stehen wir dann an der Bushaltestelle im „Zipfeldobel“, in Hintertal – einem Ortsteil von Oberried. Mit dem Bus fahren wir (Dank Konuskarte) kostenlos nach Kirchzarten und nehmen dort die Höllentalbahn wieder hinauf, nach Neustadt, wo unser viertägiges Schneeschuh-Abenteuer endet.

Hier nun noch die technischen Daten der Tour:
Insgesamt „nur“ 32,7 Kilometer, allerdings mit 1.442 Höhenmeter im Anstieg und 1.813 Höhenmeter im Abstieg. Eine herrliche Genuss-Tour also, die wir (bei entsprechender Schneelage!) jedem nur empfehlen können, der mal ganz schnell wieder „sauber werden“ möchte, im Kopf..!

Download, Schneeschuh-Trek, 4. Etappe

Schneeschuh-Trek,-4.-Etappe


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2 Kommentare »

  • Frank sagt:

    Hallo ihr lieben,

    ein ganz tolle Tour habt ihr da gemacht. Und das Wetter, der Schnee alles passte.

    Tolle Bilder, schöne Berichte – Kompliment!!!

    LG Frank & Margret

  • Simon sagt:

    Hallo ihr beiden,
    was fuer eine tolle Tour! Man merkt richtig, wie ihr beiden diese Wanderungen geniesst. Finde ich klasse. Grosses Lob!
    Simon.

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