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Vom Staufner Haus zum Berggasthaus Hochhädrich

9 Juli 2012 3 Kommentare

Auch im Mehrbettzimmer des Staufner Hauses (Lager) haben wir ruhig geschlafen, einmal davon abgesehen, dass unseren Zimmergenosse wohl kurz vor Sechs plötzlich der Rappel gepackt hat und er (leise) damit begonnen hat, seinen Rucksack zu packen. Um Sechs hörten wir ihn dann vorsichtig aus dem Zimmer schleichen und machten uns auch keine weiteren Gedanken mehr darüber, wo der um diese Zeit – und ohne Frühstück – wohl schon hin will.

Um 7.15 Uhr piepst unser Garmin und wir stehen ebenfalls auf. Kurze Katzenwäsche, dann packen wir die Rucksäcke, richten Decken und Kissen der Lager wieder hin und gehen anschließend hinunter, zum Frühstück. Draußen herrscht bereits traumhaftes Wanderwetter – blauer Himmel und Sonnenschein.

Im Frühstücksraum des Staufner Hauses ist um diese Zeit schon deutlich mehr los, als gestern bei Waldi. Trotzdem ist die Atmosphäre angenehm gedämpft, die Gäste unterhalten sich leise.
Wir gehen zur Theke, wo uns Christoph Erd zwei große Tassen, frisch gebrühten Kaffees hinstellt. Hier befinden sich auch Teller und Besteck zur Selbstbedienung. Das Frühstücks-Angebot ist einfach, aber ausreichend und beschränkt sich auf Brot, Käse, Wurst und verschiedene Marmeladen. Dazu gibt es ein bereits fertig angemachtes Müsli, von dem Claudia ziemlich angetan ist. Uns schmeckt’s hier ebenfalls und wir werden auch satt
Nebenher richte ich uns wieder zwei Liter Tee hin, für unterwegs. Dafür führe ich im Rucksack alles mit, sogar Zucker.
Daß Christoph Erd für den Liter(!) heißen Tee-Wasser aber 1,50 Euro verlangt, finden wir dann doch etwas überzogen, zumal es sich um eine DAV-Hütte handelt. Diese Kalkulation sollte man in einer stillen Minute vielleicht nochmal überdenken..! (Alternativ gibt es inzwischen ja auch kleine Tauchsieder, die im Rucksack nicht viel wiegen.)

Um Neun verlassen wir das Alpenvereins-Haus dann wieder und sind damit wieder auf dem Trail. Nach zwei recht langen Etappen, ist die heutige Etappe nun mal deutlich kürzer und wir gedenken sie daher auch etwas ruhiger anzugehen und unterwegs viele Fotos zu schießen. Unser Tages-Ziel ist das Berggasthaus Hochhädrich, das bereits auf österreichischer Gemarkung liegt. Wir werden unterwegs also auch die innereuropäische Grenze überschreiten.

Gleich zu Beginn müssen wir wieder den steilen Pfad hinauf, den wir gestern Abend heruntergestiegen sind und oben angekommen murrt meine Oberschenkel-Muskulatur bereits wieder deutlich: Ich habe einen mords Muskelkater..!
Schon bald passieren wir dann den Seelekopf (1.663m) und ziehen gleich weiter zum Hohenfluhalpkopf (1.636m). In diesem Bereich sind wir nun bereits wieder etwas tiefer und unterhalb der Baumgrenze, so dass unser Pfad auch wieder häufiger durch schattige Abschnitte führt.

Auch die Wege sind auf dieser dritten Etappe ungleich besser ausgebaut, als es bisher der Fall war. Immer wieder geben uns stabile Seilgeländer zusätzliche Sicherheit und sogar Tritte und Leitern sind in den Nagelfluh einbetoniert. Vor allem Claudia ist dafür – hin und wieder – dankbar.

Auch in diesem Bereich hält sich der Pfad nun wieder überwiegend oben, auf dem Kamm, oder zumindest immer in seiner Nähe. Allerdings wirkt dieser hier nicht mehr so schroff und alpin, auch wenn er einem immer mal volle Konzentration abverlangt!

Und auch hier oben weidet natürlich wieder Vieh, wie uns das nahe Geläut der Glocken mitteilt. Dieses beruhigende „Kling-Klong“ begleitet einen auf der Nagelfluhkette fast ständig, und taucht selbst dort auf, wo man es spontan vielleicht gar nicht erwarten würde: Zum Beispiel am oberen Ende der Eisenleiter des Steinebergs, oder auch hinter dem steilen Felsensteig, oben am Stuiben!

Nach etwa anderthalb Stunden passieren wir dann – zwischen Bäumen – den Hohenfluhalpkopf und lassen dort, wo sein Gipfel sein muss, einfach die Rucksäcke fallen. Kurze Pause – heute haben wir es schließlich nicht so eilig..!

Schon jetzt, um halb Elf ist es drückend heiß und wir sind daher dankbar für jeden Schatten. Für den Abend sind heute auch heftige Gewitter angekündigt und ich beobachte schon jetzt mit Sorge, wie sich erste. verdächtig dunkle Wolken am Himmel auftürmen. Bei einem aufziehenden Gewitter möchte ich hier oben am Berg nämlich nicht unbedingt in der Nähe von den stählernen Sicherungsseilen sein! Aber auf dieser Etappe gäbe es unterwegs immer wieder die Möglichkeit, den Kamm der Nagelfluhkette zu verlassen und in nahegelegenen Alpen Schutz zu suchen.

Heute nehmen wir uns nun auch mal die Zeit, den Nagelfluh selbst etwas genauer zu betrachten und Claudia ist vom Herrgottsbeton, wie er immer wieder mal scherzhaft bezeichnet wird, völlig begeistert.
Sieht manchmal wirklich so aus..,“ schmunzelt sie fasziniert „…als ob hier oben einer alle Felsen und Wege betoniert hätte..!
Hat ja auch einer..!“ schmunzle ich zurück und deute mit dem rechten Daumen nach oben.

Dann wird das Gelände aber urplötzlich wieder „wilder“ und die Formen des Konglomerates deutlich schroffer. Aber auch hier finden sich wieder ausgesprochene viele Steighilfen und Halteseile. Trotzdem steigt unser „Kalorienverbrauch“ natürlich spontan an, denn nun müssen wir die schweren Rucksäcke nicht nur immer wieder steil hinunter, sondern anschließend auch meistens gleich wieder genauso steil hinauf wuchten. Und in solchen Passagen sind wir natürlich auch ständig mit ihnen am Balancieren, um ihr Gewicht auf unserem Rücken im Lot zu halten und das kostet noch zusätzliche Kraft.

Trotzdem sind wir sofort wieder richtig begeistert von dieser Landschaft, die sich hier auftut! Und um die so in ihrer Wildheit und Ursprünglichkeit erleben zu dürfen, nehmen wir das alles gerne auf uns!
In lebendigem Auf und Ab führt uns der Pfad nun immer in Richtung Eineguntkopf (1.639m) und wir werden seinen Anforderungen irgendwann einfach dadurch gerecht, dass wir uns vornehmen, dort oben noch einmal eine kurze Rast einzulegen. So können sich dann auch unsere strapazierten Muskeln wieder vom kräftezehrenden Auf und Ab erholen.

Dann wird es aber nochmal etwas alpiner, bevor wir oben am Gipfel endlich unserer Rucksäcke ablegen dürfen. Entlang einer, für die Nagelfluhkette so typisch aufgestellten Konglomeratsplatte, steigen wir nämlich einmal mehr direkt zum Grat hinauf, von wo aus uns der Pfad dann aber nur erneut wieder in eine kleine Senke hinunter führt. Kurz darauf haben wir es aber geschafft und genießen die Rast mit herrlicher Aussicht.


Vom Eineguntkopf aus erleben wir nun erneut wieder herrliche Weit-, und Tiefblicke nach Norden. Die Sonne im Rücken und bequem auf dem Rucksack sitzend, kann ich Claudia so direkt im vor uns liegenden Tal zeigen, was wir in der Karte sehen. So können wir nun – von etwas weiter oben aus – sogar bis hinüber sehen, zum Imbergkamm und der Ansbacher Skihütte, auf etwa 1.300m. Und wir fotografieren auch noch einen hübschen Frühlingsenzian.

Nach ein paar Minuten der Erholung und einigen Schlucken Tee, geht’s dann aber gleich wieder steil hinunter, in den Sattel, mit direkter Sicht auf den Berggasthof Falkenhütte. Auch hier müssen wir nun wieder ziemlich aufpassen, da der Abstieg über lehmige Pfaden recht schmierig ist.
Und auch der direkt folgende Bergaufpfad, hinauf zum Falken (1.564m) verlangt uns einiges ab. Er folgt einem außergewöhnlich schmalen Kamm, innerhalb eines kleinen Waldgebietes und führt uns so ganz zwangsläufig auch über viele (rutschige!) Wurzeln hinweg! Aufpassen, diese sind nach einem Regen innerhalb des Waldes sehr lange feucht..!

Claudia hat nun auf diesem Pfad, an ein paar ausgesetzteren Stellen, auch zum ersten Mal wieder etwas mit ihrer Höhenangst zu kämpfen und ich reiche ihr daher ein paar Mal die Hand, als es in einigen schmalen Passagen – ungemütlich steil und ziemlich rutschig – bergauf geht.
Dann verläßt der Pfad den feuchten Wald aber wieder und führt uns auf der linken Bergseite hinauf, zum Gipfel des Falken. Hier herrscht nun plötzlich auch wieder ordentlich Wander-Betrieb.

Vor allem viele „Kollegen“ aus der Schweiz sind heute hier oben unterwegs. Die meisten kommen wohl von der Schwarzenberger Plattealpe und dem Lecknertal herauf, oder steuern die Alpe vom Falken herunter an. So herrscht dann auch oben am Gipfel ein reger Betrieb und das einzige Bänklein wird erst frei, als eine größere Gruppe von Wanderern weiterzieht. Claudia macht da noch ein schnelles Foto von mir und hat nun endlich wieder: Angst..!
Irgendwie ist sie mit ihrer Höhenangst nämlich schon von Anfang an auf den letzten Aufstieg zum Hochhädrich (1.565m) fixiert und fragte im Gespräch auch bei jeder Gelegenheit immer wieder andere Wanderer, ob dieser Aufstieg denn wirklich so „schlimm“ sei. Und nachdem wohl einhundert das bisher stets verneint haben, hat nun doch endlich auch mal einer „Ja“ gesagt.

Ich hätte den Trottel in diesem Augenblick ohrfeigen können, für so viel Dummheit, aber da war es natürlich schon zu spät, denn Claudia hat nun endlich das gehört, was sie hatte hören wollte!

Hinter dem Falken geht es dann erst mal wieder ganz bequem hinunter, in den nun zwangsläufig folgenden Sattel. Aber Claudia ist inzwischen sichtlich verkrampfter als vorher. Dabei hat sie dafür eigentlich gar keinen Grund, denn inzwischen hat sie auf der Nagelfluhkette schon ganz andere Passagen gemeistert, als diesen letzten Aufstieg, hinauf zum Hochhädrich! Aber jeder Mensch lebt eben in seiner ganz eigenen Erwartung..!

Irgendwann sehen wir dann zum ersten Mal hinüber, zu diesem oberen Kamm mit seinem alpinen Steig und Claudia erstarrt sichtlich: Völlig frei ragt dort drüben nämlich ein langer, schmaler Felsgrat zwischen den Baumwipfeln hervor, der sich auch bis ganz hinauf zieht, zum Gipfel – der finale Aufstieg der Nagelfluhkette, hinauf zum Gipfel des Hochhädrich.

Ich nehme mir nun viel Zeit um Claudia wenigstens etwas zu beruhigen und erkläre ihr, dass das doch nur die Spitze des Kammes ist und der eigentliche Pfad ja nicht genau auf ihm, sondern immer etwas links daneben verläuft. Außerdem befinden sich dort unterhalb des Pfades viele Bäume, so dass man auch nicht die freien Tiefblicke hat, wie es beispielsweise am Stuiben der Fall gewesen war. Zudem steigen wir nun den Steig ja auch hinauf, und nicht hinunter, wie dieser freundlich-doofe Wanderer, der ihr diese Angst mit seinem dummen Geschwätz eingejagt hat. Aber gegen dessen Aussage komme ich bei Claudia nun nicht mehr an: Der Aufstieg ist schlimm, basta..!

Völlig verkrampft meistert sie nun Schritt für Schritt, was immens viel (unnötige) Kraft erfordert, weil dabei viele Muskeln angespannt werden, die man ja eigentlich gerade überhaupt nicht braucht. Und da sie mir immer noch weniger glaubt, als diesem anderen Idioten, werde ich nun ebenfalls langsam richtig sauer und lasse sie einfach machen. 

In diesem Augenblick fliegt dann plötzlich ein großer, weißgrauer Schmetterling mit roten Punkten an mir vorbei, und lässt mich den ganzen Frust schlagartig vergessen: Ein Apollo-Falter! Ausgerechnet jetzt erfüllt sich mein dritter Wunsch.
Als ich Claudia darauf aufmerksam mache, hat die natürlich gerade keinen Kopf dafür und außerdem ist er ja auch schon wieder weg. Aber er hat wohl meinen Zorn mitgenommen, so dass ich mich jetzt wieder etwas aufmerksamer um sie kümmere.

Ich locke sie nun Schritt für Schritt durch die letzten Meter dieses Aufstieges, dann glaube ich aber plötzlich selbst, irgendwelchen Halluzinationen zu unterliegen: Ein paar Meter weiter schaut nämlich eine Kuh um’s Eck..! Das ist dann auch der Ausschlag, dass auch Claudia endlich wieder „losläßt“ und ihr überflüssiges Krampfen aufgibt. Die letzten Meter bis zur (tatsächlich realen) Kuh geht sie nun wieder normal.

Hier oben haben wir nun aber nicht nur einfach diesen Steig hinter uns gebracht, sondern auch den letzten der 14 Gipfel der Nagelfluhkette geschafft. Nun geht es nur noch abwärts, hinunter nach Hittisau.
Stolz wie Oskar steht Claudia dann kurz darauf auch am Gipfelkreuz und schaut von dort aus hinunter, zum Berggasthaus Hochhäderich, das nun unmittelbar unter uns liegt.

Im Garten des Gasthofes lassen wir dann unsere Rucksäcke dankbar zu Boden sinken und sind nur noch froh, unser Tagesziel erreicht zu haben. Erst jetzt wird uns auch richtig bewußt, wie heiß es inzwischen geworden ist und beim späteren Waschen stellen wir zudem fest, dass wir uns beide sogar einen leichten Sonnenbrand eingefangen haben, obwohl wir uns gut mit Sonnenschutz (Faktor 50!) eingecremt hatten.

Nun werden wir aber von Maria-Luise Bilgeri, der Inhaberin und ihrer Mutter erst mal herzlich begrüßt. Und hier in Österreich bekommt Claudia nun endlich auch wieder ihren Almdudler zu trinken, den sie so sehr liebt. Mit zwei großen Gläsern setzen wir uns im Schatten des Hauses auf die Bänke und ziehen nebenher unsere Wanderstiefel aus, denn auch unsere Füße kochen. Das stört aber keinen, denn wir sind im Augenblick die einzigen Gäste.
Kurz darauf beziehen wir das einfache Zimmer im ersten Stock und waschen uns draußen auf dem Flur das Salz von der Haut. Und nachdem wir umgezogen sind sehen wir dann nicht nur wieder aus wie einigermaßen normale Menschen, sondern riechen auch wieder halbwegs so.

Da meldet sich dann natürlich auch irgendwann der Hunger und wieder im Schatten der Terrasse angekommen, essen wir erst mal eine phantastische Käsecremesuppe mit gerösteten Brotwürfeln (unbedingt probieren!).
Dann lassen wir den Tag langsam auslaufen, während auch der Himmel immer weiter zuzieht. Über den gegenüberliegenden Bergen sehen wir schon bald die ersten Regenfahnen unter dunklen Wolken hängen. Das kann uns aber heute nicht mehr belasten und morgen werden wir dann weiter sehen.

Ein lauter werdendes Kling-Klong weckt etwas später aber nochmal meine Neugier und so komme ich mit der Kamera gerade rechtzeitig ums Haus herum, um zu sehen wie die Kühe mit dicken Eutern (selbständig) von der Weide kommen. Sie wollen gemolken werden und mich lässt das bei Maria-Luise automatisch auch nach frischer Milch fragen.

Klar hat sie welche für uns, und die schmeckt dann weiß Gott auch ganz anders, als die aus dem Tetrapack, beim Supermarkt: Kein Wunder, bei dem Kraftfutter, hier oben am Hochhädrich..!
Etwas später haut uns Maria-Luise dann jedem noch zwei Scheiben Fleischkäse mit Spiegeleiern in die Pfanne und damit lassen wir diesen Tag auf der Terrasse ausklingen. Und auch der Angst-Aufstieg hier herauf ist natürlich längst vergessen..!

Unser Fazit des dritten Tages:

Mit nur 7,o Kilometer Strecke eine etwas kürzere Tagesetappe, die jedoch nicht minder anspruchsvoll ist. 374 Höhenmeter im Anstieg, 486 Höhenmeter im Abstieg. Wir waren (mit vielen Fotostopps) 6 Stunden unterwegs.
Einkehr wäre mit kleinem Umweg im Berggasthof Falkenhütte möglich. Trotzdem genügend Flüssigkeit und Sonnenschutz mitführen.
Schwierigkeiten: Trittsicherheit erforderlich, vor allem beim Aufstieg durch das Wäldchen auf den Falken und auch beim Endaufstieg zum Hochhädrich! Eine eventuell vorhandene Höhenangst sollte man hier im Griff haben!

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3 Kommentare »

  • Alex sagt:

    Hallo ihr beiden,

    der Bericht macht mir den Mund wässrig!
    Klingt nach eine spannenden Tour und einem traumhaften Panorama.

    Das mit dem Teewasser hat mich zum grübeln gebracht.
    Mit meiner begrenzten Hüttenerfahrung kann ich dazu sagen, dass das ja immer vom Wirt abhängig ist, ob er was dafür verlangt oder nicht.
    Ich kann mich gut damit abfinden, für gekochtes Teewasser etwas zu entrichten, wenn die Energieversorgung der Hütte recht eingeschränkt ist. Also abhängig von einer exponierten Lage etc.
    Andererseits bieten viele Hüttenwirte auch für jedes DAV-Mitglied ein „Bergsteigergetränk“. Also ein alkoholfreies Getränk, das wesentlich günstiger im Preis ist. Beispielsweise die Tutzinger Hütte unterhalb der Benediktenwand im Tölzer Land.

    Mir selbst ist das noch nicht aufgefallen, da ich ein Wassertrinker bin – aus einer Wasserblase. 😉

    Aber zumindest hab ich die Motivation, mich mit dem Thema mal grundlegend auseinander zu setzen: Sehr interessant jedenfalls.

    Dank Euch

    Alex (Boards N Bricks)

  • Rainer (author) sagt:

    Hallo Alex, klar soll der Hüttenwirt etwas für heißes Wasser verlangen, schließlich hat er ja nicht nur einen Energieverbrauch, sondern auch den Aufwand damit! Aber für 1,50 Euro könnte ich ja schon fast die Energie (den Sprit!) fürs Stromagregat pur trinken, mit dem das Wasser eventuell gekocht wird..!
    Wir finden nur, es sollte eben alles etwas im Rahmen bleiben, vor allem auf DAV-Hütten. Sonst muss man sich irgendwann schon mal fragen dürfen, ob die Hütten eigentlich für die Wanderer, oder die Wanderer für die Hütten da sind..?
    Lieben Gruß, Rainer

  • Alex sagt:

    Hallo Rainer,

    ich knüpfe noch mal an diese Diskussion an:
    Wir waren vergangenes Wochenende auf der Landsberger Hütte – Tannheimer Tal. Es handelt sich um eine Hütte der DAV-Sektion Landsberg und ist ausgelegt für rund 200 Wanderer.

    Am Ausschank nutzte ich die Zeit und stellte ein paar Fragen: Wie die Versorgung der Hütte vorgenommen werde, da es keine Zufahrt gibt? Was es bedeuten solle, dass an der Tafel stand „Abendessen 18-19 Uhr“? Und wie das mit dem Tee-Wasser hier gehandhabt würde?

    Mit wenigen Worten brachte es der Schankwirt auf den Punkt:
    – Mit einem Versorgungs-/Lastenlift vom Vilsalpsee aus.
    – Es gibt nur zwischen 18 – 19 Uhr Essen (was aber tatsächlich bis ca. 20:30 Uhr ausgegeben wurde.)
    – Teewasser, also 1 Liter gäbe es für 2,50 EUR nur gegen Vorlage eines AV-Ausweises.

    2,50 EUR! Nur gegen AV-Ausweis!
    Da musste ich unweigerlich an diese Diskussion denken und aufpassen, dass meine Kinnlade nicht in einer offenen Starre hängen blieb.

    Die Einschränkung zu dem Preis … Das ist nicht in Ordnung.
    Bei der Lage der Landsberger Hütte ist die Versorgung sicher kostspieliger und umständlicher und rechtfertigt sicher auch höhere Preise beim Verzehr. Die Hütte ist auch bei schlechtem Wetter gut besucht, wie wir festgestellt hatten. Aber dann auch so strenge Grundsätze für Teewasser zu verfolgen, das verstehe ich nicht mehr.

    Die 50 EUR Strafe, die man zahlen muss, falls man im Matratzenlager beim Essen von Selbstmitgebrachtem erwischt würde – und das wurde überall sehr plakativ kommuniziert – wirken auch nicht unbedingt einladend.

    Sieht man mal von diesem monitären Sandkorn im Getriebe ab, ist es auf dieser Hütte aber doch recht schön: Tolle Lage, urige Hüttenwirte und gutes Essen.

    Gruß

    Alex

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