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Über die höchsten Gipfel des Nationalparks

30 Oktober 2013 3 Kommentare

IMG_0300Montag, 14. 10. Da wir heute „Größeres“ vorhaben, stehen wir bereits um 6.30 Uhr auf. Biggi richtet uns für 7.00 Uhr Frühstück – natürlich wieder mit dem begleitenden Hirschkonzert! Auch die ganze Nacht über hat das hohle Röhren der kapitalen Rothirsche wieder durch die Wälder geschallt und bei uns im Zimmer so für die eine, oder andere Gänsehaut gesorgt. Aber uns gefällt das!

IMG_0288Und das sei hier auch einmal ausdrücklich erwähnt: Das ist ja nur während der Hirschbrunft, also von Ende September bis Mitte Oktober, so!
Leider ist es heute ziemlich bewölkt, aber wir können uns das Wetter nun nicht mehr aussuchen, da auch für die nächsten Tage immer wieder Regen versprochen ist. Natürlich hätten wir uns besonders für diese Tour gerne blauen Himmel und eine tolle Fernsicht gewünscht. Claudia ist trotzdem gut gelaunt.
Lass‘ uns einfach das Beste daraus machen..!“ meint sie beim Frühstück und greift nach Biggis Joghurt.
Klar, was sonst..?“ pflichte ich ihr bei.

IMG_0292Nachdem ich gegessen habe, süße ich noch rasch unsere zwei Liter Tee für unterwegs und fülle sie in die ultraleichten PET-Flaschen um. (Einfache O-Saft-Flaschen, billiger und leichter geht nicht!) Biggi hat ihn bereits beim Richten des Frühstücks für uns mitgekocht, und seither abkühlen lassen. Und weil Claudia da immer noch nicht mit dem Frühstücken fertig ist, hole ich mir die 25.000er Karte des Nationalparks und sehe mir die heutige Route noch einmal genauer an.
Heute werden wir von La Chiusa aus erneut zum Passo della Calla aufsteigen, und von dort aus dann dem Kammweg (OO GEA CT – unser Weg von gestern) weiter folgen. Scipio beschreibt diese Tour auf der Homepage von La Chiusa unter  Die höchsten Spitzen des Nationalparks.

IMG_5687Als Claudia ebenfalls fertig ist, geht alles ziemlich Zügig: Vor dem Haus machen wir uns abmarschbereit und ziehen (weil wir unterwegs mit Regen rechnen) auch gleich wieder unsere neuen Gamaschen an. Da diese so überraschend atmungsaktiv sind, stören sie uns auch dann nicht, wenn wir sie unterwegs nur rein prophylaktisch tragen! (Darunter gibt es nämlich überhaupt keine Nässe mehr durch Kondenswasser-Bildung!)

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Um 8 Uhr 15 starten wir und folgen dem kurzen Zufahrtsweg, von La Chiusa zur Straße und halten uns an ihr dann noch ein Stück links abwärts. Hier haben Wildschweine über Nacht das komplette Bankett umgegraben und langsam verstehe ich, warum die Straßenarbeiter hier ziemlich schlecht auf Wildschweine zu sprechen sind (Das berichtete uns Scipio!):  Die Schwarzkittel graben hier nämlich immer wieder die Straßengräben um, was bei starkem Regen dann rasch zur Überflutung von Straßen führt.

IMG_5693Das erste Stück Weg, bis hinauf zum Pass ist uns inzwischen ja bereits bekannt. Trotzdem ist es für uns erneut ein Erlebnis, dieses Tal zu durchqueren! (Siehe Fotos oben!) Dann erreichen wir kurz darauf auch wieder die Pass-Straße, den wunderschönen Rastplatz von gestern, und schließlich auch den Passo della Calla. Für diese ersten 670 Höhenmeter haben wir genau 2 Stunden und 30 Minuten gebraucht – wie es uns bereits unten, auf dem Schild am Ponte alla Fabbrica „angedroht“ worden ist.
Ich nehme für einen Moment den Rucksack ab und lasse mich auf eines der vielen Bänklein fallen, die hier oben stehen. Doch, man muss den Italienern wirklich einmal ein Kompliment machen: Bisher konnten wir uns auf diese Geh-Zeiten stets prima verlassen!
IMG_5694Aber gemach, es kommt ja noch mehr: Die weiterführende (sehr gute!) Beschilderung verspricht uns ab hier nun nämlich noch weitere 2 Stunden und zehn Minuten Aufstieg, bis zum Gipfel des Monte Falterona (1.654m) und Claudia schaut auf die Uhr:
Dann sind wir um 13.15 Uhr am Gipfel..!“ stellt sie sachlich fest. Das bedeutet etwa Halbzeit nach genau 5 Stunden! Wird wohl ein langer Wander-Tag werden, denke ich für mich selbst und stehe wieder auf.
Ich orientiere mich nochmal kurz an den Schildern, und gehe dann voraus. Bald hängt Claudia etwas ab, denn nun führt der herrliche  Waldpfad wirklich „sakrisch“ steil aufwärts. Auch ich brauche hier immer in kürzeren Intervallen kurze Verschnauf-Pausen. Wenn ich dann aber die Kamera zücke, habe ich stets ein gutes Alibi, weil ich ja nur auf Claudia „warten muss“. Aber die versteht diesen Spass natürlich und wenn Ihr Euch die Bilder einmal genauer anschaut, da darf eine Oma doch auch mal etwas ins Schnaufen kommen! Meint Ihr nicht auch..?

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Kurz darauf passieren wir ein Refugio, hinter dem der Wald dann zurück bleibt und wir die freie Fläche des Poggio Lastraiolo (1.483m) erreichen. Hier gilt es nun etwas die Orientierung zu behalten, da einige Wiesenwege keine Markierungen tragen. Ein Blick in die Karte macht die weiterführende Himmelsrichtung aber rasch deutlich: Immer nach Nordwesten!

IMG_0299Die doch recht beachtliche Höhe von fast 1.500m ist inzwischen auch der Vegetation deutlich anzusehen. Richtiger Wald wird immer seltener, dafür treten nun Latschen und niedere Buchen in den Vordergrund. Und der Weg führt ja immer noch weiter aufwärts!
Irgendwann erreichen wir dann auch die niedere Wolkendecke, denn es wird nun richtig neblig, immer feuchter und bald fängt es auch noch an zu nieseln. IMG_0304Dann wird aus diesem Nieseln aber plötzlich jener ekelhafte, feine Regen, gegen den wir seit Lappland buchstäblich „allergisch“ sind: Reagiert man nun nämlich nicht sofort, dann ist man innerhalb kürzester Zeit „durchgeweicht“!
Ohne weiteren Kommentar bleibe ich daher stehen und nehme den Rucksack ab. Die Regenjacke ist griffbereit, genauso wie die GORETEX-Regenhose und die SWR4-Kappe mit ihrem breiten Schild, als Regendach für die Brille.
Die Gamaschen lassen wir einfach drunter, sie schützen nun die Schnürung der Wanderstiefel, gegen das herablaufende Wasser. Und wir brauchen mit ihnen die Regenhosen unten auch nicht mehr vollständig zu schließen. Zum Schluss ziehe ich nur noch das Raincover über den Rucksack, fertig.
Das Ganze ist nur eine Sache von wenigen Minuten, dann sind wir auch schon wieder bereit für den Weiterweg, und nun kann (Wettertechnisch!) eigentlich kommen, was will..! (Claudia hat beim Umziehen nebenher sogar noch den Nerv, für ein Foto – oben!)

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Dann hat Petrus aber wohl ein Einsehen mit den deutschen Wander-Touristen, denn der Regen hört wieder auf. So können wir wenigstens unsere Kapuzen nach hinten schieben.
Der Weg folgt nun immer weiter dem Bergkamm und führt uns dabei von Gipfel zu Gipfel. Poggio Sodo dei Conti (1.589m), Monte Falco (1.657m) und Monte Falterona (1.654m) fügen sich auf einer Strecke von nur knapp zwei Kilometer unmittelbar hintereinander. Nur gut, dass dazwischen keine größeren Täler liegen. Lediglich zwischen den letzten beiden gibt es ein kurzen Stich hinunter, mit anschließendem Wiederaufstieg.

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Am Monte Falco begegnet uns eine Gruppe italienischer Pfadfinder, alle freundlich – und in kurzen Hosen! Claudia schüttelt sich kuz neben mir weil sie der Anblick frösteln lässt. Im Nebel (auf 1.650m Höhe) ist es inzwischen nämlich ziemlich kalt geworden.
Dann erreichen wir endlich den Gipfel des Monte Falterona und haben somit „Halbzeit“.

IMG_5725Oben treffen wir zwei italienische Wanderer wieder, denen wir bereits am Passo della Calla begegnet sind. Sie begrüßen uns freundlich und freuen sich ganz offensichtlich, uns hier oben wieder zu sehen. Als sie dann auch noch von uns erfahren, dass wir von La Chiusa herauf gewandert sind, steigen wir in ihrer Achtung mächtig. Die beiden sind nämlich mit dem Auto zum Pass gefahren!

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Leider haben wir aber unsere angepeilte Gipfel-Zeit von 13.15 Uhr nicht ganz einhalten können. Bedingt durch das schlechte Wetter und die damit verbundenen Lichtverhältnisse haben wir für die Fotos immer etwas länger gebraucht, als gewöhnlich. So ist es inzwischen bereits 13.45 Uhr, was eigentlich kein Problem wäre, aber um 19.00 Uhr wird es schon dunkel!
IMG_5730Naja..,“ meint Claudia nur ziemlich cool. „Wir haben ja die Stirnlampen dabei..!“ (An die vielen Wildschweine hat sie in diesem Augenblick aber ganz bestimmt nicht gedacht..!)

Wir werden uns nun halt abwärts etwas sputen müssen und verweilen daher auch nicht allzu lange am Gipfel. Ich nutze die Zeit noch einmal zum Kartenstudium, denn was mir im Hinblick auf die früh einsetzende Dunkelheit etwas Sorge bereitet, sind einige Weg-Passagen des Abstieges, die wieder einmal nicht in der Karte des Garmin eingezeichnet sind. Da darf ich heute beim Orientieren keinen Fehler machen, sonst riskieren wir doch noch einen Nachtmarsch!

Noch ein letzter Rundblick am Gipfel, ob wir nichts liegenlassen haben, dann starten wir den Rückmarsch. Der führt nun aber nicht über unsere Aufstiegsroute, sondern direkt weiter, nach Süden. Über den Sendero Nr. 3 gilt es, den Wanderweg CT 4 zu erreichen, was etwas Aufmerksamkeit erfordert. Dann habe ich die

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Schlüsselstelle aber gemeistert und es geht erstmal zügig abwärts. Trotzdem bin ich ziemlich konzentriert und lege die Karte kaum noch aus der Hand. Kurz nach einer Schutzhütte muss demnächst nämlich eine scharfe Serpentine kommen, die ich nicht verpassen darf. Dort führt unsere Route dann vom breiten Weg herunter und durch ein Waldstück. Und kurz dahinter müssen wir die markierten Wege dann sogar ganz verlassen.

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Bisher verlief der Weg in diesem Bereich ungemein steil abwärts und war recht naturbelassen. Außerdem kann ich mich nicht erinnern, schon jemals so viele Pilze gesehen zu haben, wie hier.
Nun sind wir wohl wirklich am A…h der Welt..!“ schmunzle ich an Claudia gewand und wundere mich im Vorbeilaufen, wo denn hier draußen diese vielen „Hundespuren“ herkommen. Unzählige Abdrücke von Schäferhund-großen Hundepfoten sehe ich überall im aufgeweichten Weg.
IMG_5737Erst später erzählt mir dann Scipio, dass es sich dabei wohl eher um Wolfs-Spuren gehandelt hat, weil im Casentino keine Jäger mit Hunden unterwegs sind. Hier ist das Jagen strengstens verboten und im Nationalpark laufen natürlich auch keine Schäferhunde herum! Dafür gibt es hier inzwischen aber wieder mehrere Wolfsrudel..!

Schade, denn wenn ich das in diesem Augenblick auch nur geahnt hätte, dann hätte ich zumindest ein paar Fotos von den Abdrücken gemacht!

Irgendwann müssen wir noch durch ein Viehgatter mit einem Warnschild, das Claudia etwas Angst macht. Aber die Rinder sind wohl schon wieder alle im Tal, denn auf der (Sommer-)Weide sehen wir keine mehr.
Kurz darauf bin ich nur noch konzentriert, weil ich unseren augenblicklichen Standort nun ständig in der IMG_5738Karte mitkopple! Wir passieren noch eine weitere Schutzhütte und erreichen dann den Wanderweg Nr. 82. Der ist nun auch wieder im Garmin verzeichnet, so dass ich mich etwas entspannen kann. Nun zeigt mir ja das Display des Garmin wieder, wo wir uns gerade befinden.

Direkt in der Serpentine mit unserer Abzweigung parkt ein Jeep. Daneben steht ein Förster des Nationalparks und schüttelt nur noch den Kopf. Im Vorbeigehen deutet er auf einen von Wildschweinen völlig umgegrabenen „Acker“ und sagt etwas auf italienisch zu uns. Aber wir verstehen seinen Frust auch ohne die Worte verstanden zu haben..!
Noch nie zuvor haben wir derartige Schäden durch Wildschweine gesehen, wie hier! Auch in den Vogesen trifft man ja sehr häufig auf ihre Spuren, aber das kann man mit dem Casentino überhaupt nicht vergleichen! Wer dem Wild also einmal so richtig nahe sein möchte, der ist hier genau richtig!

IMG_5739Nun folgen wir dem Pfad mit der Nr. 82 etwa einen Kilometer weit, bis er uns auf eine Abzweigung führt. Dort werden wir uns dann rechts halten und dem Weg Nr. 90 folgen. Eigentlich sollte das ja völlig easy sein, hätte ich unterwegs nicht immer ein Auge auf dem Display des Garmin gehabt: Plötzlich ist dort nämlich kein Weg mehr zu sehen und als ich die Anzeige verkleinere, zeigt uns das GPS-Gerät, dass wir etwa 500 Meter(!) neben dem Weg stehen!
IMG_5746Und was ist dann das hier..?“ fragt mich Claudia und zeigt auf eine Wegmarkierung neben uns.
Ich ziehe die Karte heraus und vergleiche sie mit dem Gelände. Dann erkenne ich den Fehler: Das Tal ist hier so tief und die Talwände so steil, dass das GPS-Signal einfach „gespiegelt“ wird! Der Garmin zeigt uns also völlig falsche Werte an. (Der Grund, warum ich so lange gebraucht habe, um diesen Bericht zu schreiben – ich musste die komplette Aufzeichnung des GPS-Tracks völlig überarbeiten!)
Kurz darauf stehen wir dann direkt vor der Abzweigung und zeigen dem Garmin den Vogel: Der meint nämlich immer noch, wir wären über 500 Meter weiter im Norden, mitten im Wald!

IMG_5745Zu jedem GPS-Gerät gehört eben immer auch noch eine gute Wanderkarte – und zwar eine aus Papier..!“ grinse ich, an Claudia gewandt. Dann ziehe ich los, rechts den schmalen Pfad hinunter.
Hier hat Scipio nun erneut wieder eine richtig tolle Route gewählt. Der Pfad führt uns nämlich in einem engen Tal mit steilen Wänden abwärts, das immer wieder mal richtigen Schlucht-Charakter annimmt! Und links und rechts des Pfades stehen unzählige, uralte (Ess-)Kastanien-Bäume.
Tief unten hören wir bereits den Fluß lebhaft rauschen, den wir irgendwann in nächster Zeit überqueren müssen. Und da unser Kamerad Garmin zwischen den steilen Talwänden immer noch spinnt, bin ich bereits wieder am Mitkoppeln. Dieser Pfad ist nämlich ebenfalls nicht beschildert!

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Diese Abzweigung dürfen wir nun keinesfalls verpassen, da wir sonst über die falsche Talseite absteigen würden und dann La Chiusa nicht erreichen könnten! Es ist Claudia, der ein ziemlich schmaler Pfad auffällt, der uns hinunter zum Flußufer führt. Dort geht es dann auf klitschigen Steinen über das Gewässer, was ich aufgrund der Lichtverhältnisse leider nicht mehr fotografieren kann.

IMG_5749Kurz darauf führt uns dann auch schon ein breiter Weg aufwärts, in Richtung Straße. Und hier, im normalen Gelände, möchte dann auch unser Garmin wieder mitspielen.
Jetzt brauchen wir Dich auch nicht mehr.., Du Blechdose!“ knurrt ihn Claudia so stinkig an, dass ich unwillkürlich lachen muss. „Schon beleidigt..!“ setzt sie dann noch einmal nach.

Und dann ist sie auch schon wieder völlig aus dem Häuschen: Direkt vor uns und keine 50 Meter entfernt stehen nämlich plötzlich zwei Rothirsche auf dem Weg – Mutter mit Kind – und sehen uns abwartend an. Erst als sie ausweichen sehen wir dann, dass es insgesamt sogar 5 Tiere sind. Die Restlichen waren vor unseren Blicken zuerst hinter hohem Ginster verborgen.

IMG_5750Bester Laune geht es nun noch vorbei an dem Anwesen, in dessen Rasen die vielen wilden Alpenveilchen stehen. Hier waren wir auch schon am Ende des zweiten Wandertages vorbei gekommen, daher ist unser Rückweg nun auch nur noch Routine. Noch ein Stück entlang der Straße, dann geht es wieder rechts hinunter, in unserIMG_5752 „Hirsch-Tal“. Schon von Weitem können wir die Rothirsche dort wieder röhren hören, nur zu sehen bekommen wir heute leider keinen mehr. Dafür ist es im Wald bereits viel zu duster.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit erreichen wir dann La Chiusa gerade noch ohne die Stirnlampen benutzen zu müssen und können sehen, wie Biggi eine Last von den Schultern fällt: Sie hat sich bereits Sorgen um uns gemacht!

Dann nur noch duschen, umziehen und Abbendessen, und wie immer hat Scipio in der Küche auch heute wieder gezaubert:

Vorspeise

Bruschetta mit Wurzelkraut und Sardellen

1. Gang

Sedani (Nudeln) mit Brokkoli

2. Gang

Truthahnschnitzel mit Marsalla und kleinen Tomaten mit Basilikum in Olivenöl

Dessert

Im Ofen überbackene Bananen

IMG_5751Danach sitzen wir wieder lange mit den Beiden im Kaminzimmer, sehen uns die Fotos vom Tag an und unterhalten uns mit ihnen, bei ihrem köstlichen Landwein. Die heutige Wanderung hatte es aber auch wirklich in jeder Beziehung so richtig in sich – nicht nur was die Strecke angeht: Auf den 24,2 Kilometern mit ihren 1.456 Höhenmetern waren wir nämlich volle 11 Stunden unterwegs gewesen!
Aber hier im Casentino muss man unterwegs auch ganz einfach immer wieder stehen bleiben, um diese unglaubliche Natur in sich aufnehmen zu können!

Wölfe..!“ meint Claudia dann beim zu Bett gehen noch einmal ganz fasziniert und mit einem ungläubigen Kopfschütteln. „Warum habe ich daran denn unterwegs nicht gedacht..?

 

Download GPS-Track[urldisplaymode=nomap]

HD-La-Chiusa_Tour-4


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3 Kommentare »

  • Jörg Rapp sagt:

    Ja, seid ihr denn nicht an den Arno-Quellen vorbeigekommen? Schöne Touren habt ihr gemacht, von Caviserri aus und der La Chiusa, der „Abgelegenen, der Abgeschlossenen“, denn mit „Chiusa“ ist auch das Valle Chiusa, das Verschlossene Tal, das Casentino gemeint, das vom lateinischen clausentium mit dem Verb claudere = schließen kommt. Das Tal ist auf drei Seiten vom Apennin und den Bergen des Pratomagno geschlossen. Im Westen der Pratomagnorücken, im Norden der Mte. Falterona und im südlicheren Osten von den Alpe di Catenaia.

    Das landestypische Essen und Trinken nach „euren“ Menüvorschlägen kann man auch von hier bestellen und dann nachkochen. Ich hab gerade noch die Reste eines anderthalb Kilo schweren Pecorino, inzwischen so fest, gerade recht, zu feinen, dünnen Blättchen zu hobeln.

    Aber ihr wart da, Bravo! Ich kenn das Casentino nur von Schrägluftbildern und Landkarten her.

  • Rainer (author) sagt:

    Hallo Jörg, leider liegt die Arno-Quelle etwas westlich unserer Route und da das Wetter nicht gerade besonders einladend war, haben wir uns diesen Abstecher geschenkt. Bei Sonnenschein wäre es uns natürlich eine Pflicht gewesen, sie zu besuchen! LG, Rainer

  • Wandern im Toskanischen Apennin | Rainer & Claudia sagt:

    […] 4. Tag: Über die höchsten Gipfel des Nationalparks Die Tour führt über den Monte Falterona (1.654m) und den Monte Falco (1.657m) und bietet die schönsten Aussichten auf die Toskana und die Emilia Romagna. Eine echte Hammer-Tour..! […]

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