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Über den Alpinen Pfad zum Feldberggipfel

4 Juli 2011 6 Kommentare
 Dieser Artikel ist Teil 10 von 14 in der Serie Die schönsten Wanderabenteuer am Feldberg

Laut aktuellem Wetterbericht herrscht in ganz Deutschland wohl gerade ziemlich bescheidenes Wetter, nur bei uns – im „Wilden Südwesten“ – scheint mal wieder die Sonne von einem wolkenlosen Himmel..!

Das wollen wir natürlich ausnützen, denn heute möchten wir einen lieben Freund über den Alpinen Pfad am Feldberg führen: Jan Jacobsen, der Online-Manager der Hochschwarzwald-Tourismus-Gesellschaft wird uns begleiten und er freut sich auch schon riesig auf diese Tour..!

Wir treffen uns mit ihm in Neustadt und fahren dann mit nur einem Auto, durchs Höllental hinab, nach Kirchzarten und von dort aus gleich wieder links hinauf, ins idyllische St. Wilhelmer Tal. Dort parken wir dann „ganz hinten“, auf dem Wanderparkplatz beim Gasthof Linde.

Der Anmarsch zum Alpinen Pfad ist von hier aus nun erst einmal völlig identisch, wie schon im Bericht Feldberg-Aufstieg aus dem St. Wilhelmer Tal beschrieben. Erst an der Hüttenwasen-Schutzhütte (Royal-Engineers-Hütte) werden sich unsere Wege dann trennen.

Obwohl die Sonne bereits kräftig scheint, ist es hier unten im Tal noch ziemlich schattig und ich habe erst mal Probleme mit dem Licht, um gute Fotos für diesen Bericht zu bekommen. Belichtungszeiten von 1/10 sec. sind eben nicht ganz einfach aus der Hand zu schießen, aber Claudia kennt das schon und hält im entsprechenden Augenblick dann auch schon mal ruhig.

Vom Auto aus folgen wir nun zuerst wieder dem breiten Wirtschaftsweg, in Richtung Napf. Kurz bevor wir die Wiesen erreichen geht es dann aber gleich links hinauf, in den Wald. Ein steiniger Pfad führt uns hier nun ziemlich steil aufwärts und bringt uns so bereits nach 2 Kilometern zum Hüttenwasen.
Unterwegs überquert er noch zwei breitere Wirtschaftwege, bevor er nach dem Zweiten dann selbst seinen Charakter ändert: Ab hier führt er nun nämlich als idyllischer Waldpfad weiter aufwärts und schneidet dabei, in mehreren Serpentinen, durch eine steile Halde.

Ziemlich beeindruckend liegen unterwegs ein paar umgefallene Bäume, direkt über uns im Wald. Nach einigen weiteren Kehren zieht der Weg dann etwas deutlicher in  die Falllinie und folgt nun einem Bachtal aufwärts. Nach kurzer Strecke erreichen wir so dann die Wiesen des Hüttenwasen mit der kleinen Schutzhütte.

Nach einer ganz kurzen Rast gehen wir die paar Meter zurück, bis zum Einstieg in den Alpinen Pfad. Dieser ist schon seit Jahren nicht mehr beschildert, da er sich ja eigentlich renaturieren soll. Aus diesem Grund wird er auch schon seit Jahren nicht mehr durch den Schwarzwaldverein betreut und gepflegt! Eine ganz persönliche persönliche Anmerkung: Auch wenn Claudia und ich immer auf der Seite des Naturschutzes stehen, diese Renaturierungs-Bestrebungen befürworten wir ausnahmsweise einmal nicht! Der Alpine Pfad am Feldberg ist in seiner Art etwas derart Besonderes, dass wir ihn unbedingt gerne als naturbelassenen Abenteuer-Pfad erhalten möchten. Daher unterstützen wir auch alle Bemühungen, ihn für besonnene und erfahrene Wanderer offen zu halten!

Allerdings erlauben wir uns hier auch, mit einem ganz deutlich erhobenen Finger zu mahnen: Der Alpine Pfad ist nicht ungefährlich und daher auch kein Weg für Sonntagsnachmittags-Spaziergänger!
Wer sich auf diesen Felsenpfad am Feldberg einlässt, der sollte schon vorher wissen, was er tut! Denn erst einmal drin, muss man auch hindurch! Es gibt unterwegs nämlich keinen „Notausgang“, durch den man abkürzen könnte und Wettereinflüsse wie Nebel, Regen und Wind, potenzieren die Gefährlichkeit des Pfades noch einmal erheblich!
Bei Eis und Schnee ist er absolut gar nicht begehbar und schon bei Nässe tut man wirklich gut daran, ihn lieber zu meiden!

Auf dieser Tour haben wir jedoch auch erfreut festgestellt, dass der Pfad inzwischen wieder vollkommen freigelegt wurde: alle umgestürzten Bäume sind nämlich weggeräumt! Zwar ist er – nach wie vor – nicht mehr ausgeschildert, aber immerhin wieder gut begehbar! Daher haben wir uns nun auch entschlossen, ihn hier (sogar mit GPS-Track!) darzustellen.
Wir appellieren jedoch ausdrücklich noch einmal an alle, die ihn gerne kennenlernen möchten, sich unbedingt zuerst einmal unseren Bericht durchzulesen und dann verantwortungsbewusst zu handeln! Manchmal ist es nämlich wirklich besser, auch einmal auf ein Abenteuer zu verzichten, als sich (und andere) in Gefahr zu bringen. Bitte unterschätzt den Feldberg nicht! Und schon garnicht hier..!

Von der Royal-Engineers-Hütte (Hüttenwasen-Schutzhütte) aus wieder abwärts gehend, folgen wir dem zweiten Trampelpfad, links in den Wald hinein. Auf der „Verkehrsinsel“ zwischen unserem Weg herauf und dem Einstieg in den Alpinen Pfad steht ein abgebrochener Fichtenstamm (Anhaltspunkt).
Wir gehen auf diesem Pfad nun erst einmal eine ganze Weile, bevor wir endlich zwei Schilder an einer Tanne erreichen, die uns bestätigen, dass wir uns auch tatsächlich auf dem Alpinen Pfad befinden.

Vorerst zieht der Pfad erst einmal sehr idyllisch und harmlos durch die Feldberghalde, hoch über dem Napf. Ganz langsam wird er dann aber felsiger und führt uns – in lebendigem Auf und Ab – über einige hübsche Felsformationen.
Schon hier erhaschen wir nun immer wieder beeindruckende Tiefblicke, hinunter in den Napf.

Unser „Weg“ ist hier nun ein sehr schmaler, teils verwachsener Pfad und auch immer wieder etwas ausgesetzter Pfad, der durch die immer steiler werdende Feldberghalde schneidet. Linker Hand geht es steil hinauf und immer wieder hängt beeindruckender Fels über unseren Köpfen. Und rechts geht nicht minder steil hinunter, in den Napf.

Der Napf ist ein erhalten gebliebenes Kar aus alten Gletscherzeiten, das den Betrachter wirklich ganz spontan an eine große Suppenschüssel erinnert.

Auch wenn der „Weg“ wieder frei geräumt wurde, so muss man trotzdem immer wieder über irgendwelche Hindernisse hinweg klettern, oder sich auch mal darunter hindurch drücken. Der Alpine Pfad hat seine alte Charakteristik als Abenteuerpfad auch nach dem Freiräumen völlig erhalten und dass er bei Besuchern eine absolute Trittsicherheit voraussetzt, wollte ich hier eigentlich nicht extra erwähnen müssen!

Dafür muss man dann aber auch nicht völlig schwindelfrei sein. Wer eine eventuell vorhandene Höhenangst (wie z. B. Claudia) etwas kontrollieren kann, der kommt hier problemlos durch!
Der Alpine Pfad ist auch nicht wirklich „alpin“, zumindest nicht im Sinne von Klettern, oder Hochgebirge. Eher von seiner Entstehungsgeschichte und der geologischen Beschaffenheit her.

An einem kleinen Felsen machen wir eine kurze Rast (Foto oben), in erster Linie nur, um die phantastische Aussicht zu genießen, die wir hier vor uns aus haben.

Und natürlich werfen auch die beeindruckenden Totholz-Inseln, die zwischen den gesunden Bäumen nicht zu übersehen sind, Fragen auf: Das ist Borkenkäfer-Fraß! Aber hier,  im Bannwaldgebiet des Feldbergs, wird der Wald eben noch nicht „durchgestylt“, wie sonst üblich, sondern darf sich völlig natürlich entwickeln. Und wer einmal genauer hinschaut, der wird auch deutlich sehen können, wie der junge Wald bereits mit aller Macht nachdrängt!

Auf dem ersten Drittel des Alpinen Pfadeskönnen wir noch ungehindert hinunter sehen, ins St. Wilhelmer Tal, und sogar bis hinüber zum Schauinsland-Gipfel. Je weiter wir dem Pfad nun jedoch nach Süden folgen, umso mehr verhindert die gegenüberliegende (westliche) Napf-Wand diesen Fernblick. Dafür wird jedoch die Aussicht hinunter, in den Talgrund des Napfes, immer beeindruckender.

Bald wartet dann aber die Schlüsselstelle des Alpinen Pfades auf uns. Hier geht es – über einen kleinen Felsabbruch – etwa drei Meter, senkrecht hinunter. Hier war früher immer ein Seil befestigt, das jedoch im Zuge der Renaturierung wohl irgendwann ebenfalls nicht mehr erneuert worden ist. Die kleine Felsstufe ist jedoch – mit der entsprechenden Vorsicht und etwas gegenseitiger Hilfe – auch ohne dieses Seil zu überwinden.

Aber bitte dabei auf gar keinen Fall leichtsinnig werden: Ein kurzer Blick in die steile Feldberghalde, die hier unmittelbar rechts von uns – steil – hinunter zieht, müsste uns eigentlich den dafür erforderlichen Respekt verschaffen!

Man tut zudem auch gut gut daran, die teilweise phantastischen Aussichten vom Alpinen Pfad, wirklich immer nur im Stehen zu genießen, denn ich bin inzwischen schon mehrfach neben den schmalen Pfad getreten! Im hohenGras kann man den Boden vor sich nicht immer Sehen und Fehltritte sind daher vorprogrammiert! Also stets vorsichtig bleiben, denn ein Beinbruch wäre hier oben wirklich fatal und letztlich wohl auch nur noch mit Hilfe der Bergwacht zu überstehen!

Bei solchen Überlegungen wird einem dann auch rasch wieder bewusst, dass man sich hier zwar immer noch mitten in Baden-Württemberg befindet, gleichzeitig aber auch ganz weit weg ist, von jeder Zivilisation! Zumindest dann, wenn man Hilfe benötigen sollte..!

Seit wir den Schatten des Waldes verlassen haben, verändert sich der Alpine Pfad nun ständig. Hier, im Licht der Sonne, gedeihen Gras und Sträucher natürlich viel besser, als noch im Waldschatten, so dass der Weg in diesem Bereich teilweise dicht verwachsen ist. Es bedürfte wohl deutlich mehr Wanderverkehr auf ihm, um ihn hier völlig offen zu halten – also Vorsicht! Wanderstöcke helfen uns hier, im hohen Gras auch dabei, auf dem Weg zu bleiben..!

Bald erreichen wir dann ein reizvolles Plätzchen, inmitten einer Totholzinsel. Ideal zum Rasten. Ein umgefallener Baum bietet sich zudem perfekt als Bänklein an.
Wir packen unsere Brote aus und vespern mit einer tollen Aussicht, hinunter in den Napf. Aber auch der Tote Mann hat sich uns inzwischen – direkt gegenüber – mächtig in den Blick geschoben. Und wir sehen von hier aus sogar die Erlenbacher Hütte, etwas links, am Hang des Hochfahrn.

Um uns herum reifen hier bereits unzählige Heidelbeeren und Claudia und Jan sind dann auch bald auf der Suche nach ihrem Dessert.
Aber auch noch ganz andere Raritäten blühen hier oben zu dieser Zeit: Ich finde gelben Eisenhut, ein enger Verwandter des blauen Eisenhutes und nicht minder giftig! Schon alleine der austretende Saft beim Pflücken(!) kann beim Menschen (durch die gesunde Haut hindurch!) schwerste Vergiftungen auslösen!
Noch ein paar Fotos davon, dann ziehen wir wieder los.

Für eine ganze Weile geht es nun noch so abenteuerlich weiter, dann flacht sich das Terrain aber merklich ab und wir wissen, dass wir uns nun dem Ende des Alpinen Pfades nähern. Jan sieht aber plötzlich, dass ein umgefallener Baum genau eine kleine Bach-Schlucht überwindet, um die unser Pfad eigentlich außen herumführt.
Bevor ich noch etwas sagen kann, ist er dann auch schon mitten auf ihm und nur ein kurzer Spurt bringt mich in die geeignete Position, um sein kleines Abenteuer auch noch von vorne einfangen zu können (Foto oben rechts).

Hier, schon fast am Ende unseres Abenteuers, begegnen uns nun erst zum zweiten Mal andere Wanderer(!), seit wir den Alpinen Pfad betreten haben.
Natürlich unterhält man sich dann auch kurz, denn die uns entgegen kommenden wollen natürlich wissen, in welchem Zustand der Pfad ist. Unter Insidern gibt man sich natürlich gerne Auskunft und als einer von ihnen dann auch noch (ohne uns zuvor erkannt zu haben) erwähnt, dass er die Informationen über die Internet-Seite von Rainer & Claudia hat, stellt Jan uns artig vor. Und nun will das fröhliche Lachen im Wald natürlich fast kein Ende mehr nehmen..!

Irgendwann erreichen dann aber auch wir wieder den breiten Wirtschaftsweg, der das Ende des Alpinen Pfades markiert.
Hier könnte man nun wahrscheinlich (genau gegenüber) noch etwas weiter auf schmalen Pfaden gehen, aber wir sind uns nicht ganz sicher und halten uns daher lieber auf dem breiten Weg, den wir gut kennen.
Dann macht Claudia Jan irgendwann auf den Feldberggipfel aufmerksam, der sich hier nun genau in unserem Rücken befindet.
„Dort müssen wir hin..!“, erzählt sie ihm strahlend.
„Und warum gehen wir dann eigentlich genau in die andere Richtung..?“, fragt er schmunzelnd zurück. „Da hätte ich mir von Rainer & Claudia doch eigentlich schon etwas mehr Professionalität erwartet..!“

„Danke für’s Gespräch..!“, muss ich darauf hin natürlich ebenfalls lachen und zeige ihm dann im Gelände, dass wir tatsächlich auf dem richtigen, ganz direkten Weg sind, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht ganz anders aussieht!

Vorbei an einem kleinen Warnschild an einem Baum, ziehen wir dann vollends hinauf, zu den sonnendurchfluteten Höhen des Stübenwasen. Auf dem breiten Weg halten wir uns dort links und überqueren schon nach wenigen Minuten seinen unscheinbaren Gipfel.

Hier ist nun natürlich auch wieder richtig ‚was los: Ganze Gruppen von Mountain-Bikern sind hier oben unterwegs. Dazwischen Wanderer, Spaziergänger und Ausflügler aller Art.
Aber auch Jan zeigen wir hier nun zuerst einmal den etwas versteckt liegenden Aussichtspunkt, links des Weges und genießen mit ihm natürlich auch noch kurz kurz das herrliche Panorama. Und draußen, auf dem breiten Weg, rennen die Ahnungslosen einfach vorbei, und eigentlich muss man darüber ja froh sein, denn hier hätten die heute gar nicht alle auf einmal Platz.

Noch ein Foto, dann ziehen wir zügig hinüber, zur Todtnauer Hütte und direkt vor ihr geht es dann steil links hinauf, zum Feldberggipfel. Seinen Gipfelturm können wir schon die ganze Zeit über, direkt vor uns sehen.
Eigentlich müssten wir ja heute nicht mehr zu ihm hinauf steigen, da ja der Alpine Pfad das erklärte Tagesziel war. Aber eine Feldbergwanderung – ohne Gipfelaufstieg – das ist für uns eigentlich nicht so richtig vorstellbar! Über schmale, ausgetretene Pfade überwinden wir daher auch noch die letzten Höhenmeter, hinauf zum Höchsten.

Dort packt Jan dann sein letztes Vesperbrot aus und bemerkt nun auch erstmals, den bereits heraufziehenden Muskelkater. Obwohl er regelmäßig mit dem Mountainbike trainiert, ist der Bewegungsablauf beim Wandern halt doch ein ganz anderer, als der beim Radfahren. Vor Allem natürlich auf derart unwegsamen Strecken, wie dem Alpinen Pfad!

Nach dem kurzen Vesper am Gipfel drängen Jan und ich dann aber hinunter, zur St. Wilhelmer Hütte. Seit ich ihm erzählt habe, dass es bei Gabi und Baldur frisches Hefeweizen vom Fass gibt, freut er sich mit mir darauf.

Unten angekommen, wird dann aber zwischen Baldur und mir natürlich zuerst einmal die Konversation von letzthin fortgesetzt! (Siehe Kommentare unter http://www.rainerundclaudia.de/artikel/vom-notschrei-zum-feldberggipfel/)

„Garnit wohr, dass Du de Scheenere von us zwei bisch..!“, bekommt er von mir gleich mal, anstatt einer Begrüßung, zu hören und „goscht“ natürlich sofort wieder mit..! So werden aber auch die anderen Gäste rasch auf unseren „Streit“ aufmerksam, so dass er sie dann irgendwann doch lieber aufklärt, damit sie ebenfalls mitlachen können.

Kurz darauf sitzen wir dann alle friedlich draußen, in der Sonne und das kalte Weißbier zischt nur so auf der Zunge. Wir machen auch hier noch ein paar Fotos und unterhalten uns auch noch etwas mit den Wirtsleuten. Dann ziehen wir aber wieder weiter. Jan ist irgendwann nämlich völlig erschrocken, als er gesehen hat, wie spät es schon ist. Seine Maren hat für heute doch extra einen Käsekuchen gebacken und die Kaffee-Zeit ist inzwischen ja schon fast vorbei.

Wir folgen auch heute wieder dem gleichen Abstieg, den wir schon das letzte Mal, von hier aus ins St. Wilhelmer Tal genommen haben. Entlang des Wirtschaftsweges (zwischen St. Wilhelmer Hütte und Scheune) ziehen wir erst mal über den Feldbergsteig, halten uns an der nächsten Abzweigung jedoch links.
Und auch hier hat es derzeit wieder unzählige gelbe Enziane auf der Weide und Jan muss lachen, weil Claudia deswegen völlig im Glück ist.

Dann halten wir uns aber an der nächsten Abzweigung erneut links und folgen dem unscheinbaren Pfad über die Hochweiden, in den Wald hinein. Von hier aus geht es dann wieder – immer an der Feldberghalde entlang – abwärts, bis zum Hüttenwasen mit der kleinen Schutzhütte.

Auch dieser Abstieg ist nun noch einmal recht idyllisch und passt daher auch wunderbar zum Erlebnis des Alpinen Pfades.
Von der Hüttenwasen-Schutzhütte geht es dann nur noch ein kurzes Stück (etwa 2 Kilometer) den bereits vom Aufstieg bekannten Weg hinunter, bis zu unserem Auto, am Ende des St. Wilhelmer Tales.

Und hier endet dann – einmal mehr – ein wundervoller Wandertag! Kuckuck Jan, es war wirklich ein herrlicher Tag mit Dir..!

Unser Fazit: Ein wunderschöner und sehr stiller Feldbergaufstieg. Der Alpine Pfad ist sehr urwüchsig und naturbelassen, daher aber auch sehr anstrengend zu gehen. Absolute Trittsicherheit, so wie eine gute Grundkondition sind eine absolute Voraussetzung für diese Aufstiegsvariante. Sie sollte eigentlich nur von Wanderer mit guter Feldbergerfahrung begangen werden. Eine gründliche Vorbereitung sollte für diese Tour selbstverständlich sein! (Auf die Wettervorhersage achten!)

Strecke: Recht anstrengende Rundwanderung aus dem St. Wilhelmer Tal und über Stübenwasen und Höchster wieder zurück. 16,6 Kilometer mit 881 Höhenmeter, Dauer 6 – 8 Stunden. Mit Kind in Kindertrage kritisch, da ständige Sturzgefahr besteht! Wanderstöcke sind hier eine echte Hilfe!

Kleidung: Neben Regenjacken und Regenhosen gehört dazu am Feldberg – neben einem Pulli – auch immer ein Sonnenhütchen! Wer in kurzen Hosen loszieht, der sollte unbedingt auch eine lange Hose zum Wechseln einpacken. Am Feldberg gibt es auch im Sommer – vor allem nach Gewittern – teilweise heftige Temperaturstürze!

Empfohlene Wanderkarte: Freizeitkarte 505, Freiburg im Breisgau – Naturpark Südschwarzwald 1:50.000 ISBN 978-3-89021-598-3.

Empfohlener Wanderführer: Faszination Feldberg (5,-€). Zu erhalten im Haus der Natur (auch am Wochenende geöffnet) oder im Buchhandel.
ISBN-13:978-3-9810632-1-9

Download GPS-Track[urldisplaymode=nomap]



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Vom Notschrei zum Feldberggipfel„Morgenstund‘ hat Gold im Mund!“…,

6 Kommentare »

  • Wolf, Rainer sagt:

    Liebe Bergfreunde,

    anlässlich des Haxenfestes vom Skiclub Oberried am Stollenbacher Hof habe ich auch die Gelegenheit genutzt, den „Alpinen Pfad“ nach Jahren wieder einmal zu begehen und erfreut festzustellen, dass er „inoffiziell“ doch halbwegs freigehalten wird. Allerdings gibt es bei der beschriebenen Tour zu vorgerückter Stunde auch die Möglichkeit zum kürzeren Ausstieg zur St Wilhelmer Hütte: wenn man das Schild erreicht, das von der anderen Richtung her vor den Gefahren des Pfades warnt, geht man etwa 40 Meter in Richtung Hüttenwasen zurück (hat auch jemand auf besagtem Schild vermerkt) und entdeckt dort einen aufwärts führenden Weg, der nach Überqueren einer feuchten Wiese (Bohlenweg) bald völlig aus dem Wald herausführt und die große Weggabelung am Waldrand südwestlich der Hütte erreicht (Steigspuren sind auch auf der Google-Luftaufnahme oben gut zu erkennen, vergleiche auch Beitrag von Stefan Leue auf http://www.rainerundclaudia.de/artikel/auf-dem-alpinen-pfad-am-feldberg/)!

    Herzliche Wandergrüße
    Rainer Wolf

  • Rainer sagt:

    Hallo Rainer, vielen Dank für Deine Anmerkung! Die „Abkürzung“ ist uns bekannt, aber wir haben sie noch nie genutzt, da wir den Alpinen Pfad immer vollständig genießen wollen, wenn wir ihn mal wieder gehen! 😉

  • Jörg K. sagt:

    Hallo,

    ein Vereinskollege und ich haben gestern den Alpinen Pfad in unsere Feldbergrunde eingebaut und unser gemeinsames Fazit: „Einfach Wunderbar“.

    Gruß aus Maulbronn
    Jörg

  • Rainer sagt:

    Hallo Jörg, danke für Deinen Kommentar! Ja, der Alpine Pfad am Feldberg ist ganz bestimmt das absolute Wander-Highlight im Schwarzwald und wohl kaum zu toppen!

  • Gerhard Dilger sagt:

    Liebe Wanderfreunde,
    gestern habe ich zum sechsten Mal innerhalb der letzten fast vierzig Jahre den Alpinen Pfad begangen und bin immer wieder fasziniert von den Veränderungen, die in dieser relativ langen Zeit festzustellen sind. Es ist wohl schon so, dass der Pfad immer weniger begangen wird, was man nicht zuletzt daran merkt, dass der Weg vor allem im letzten Drittel im Hochsommer so überwuchert ist, dass man sich wirklich auf jeden Schritt konzentrieren muss. Derzeit hängt an der sogenannten Schlüsselstelle wieder ein Seil, das die Überwindung der Felsstufe doch erleichtert. Wir haben als Einstieg die Variante vom Rinken aus über die Zastler Hütte zum Hüttenwasen gewählt. Noch eine kleine Anmerkung: Wenn man bei Erreichen des Wirtschaftswegs kurz vor dem Ende nicht diesem folgt, sondern ihn überquert und weiter dem schmalen Pfad folgt, erreicht man ohne Probleme das Ende am Stübenwasenkreuz. Auch beim sechsten Mal immer noch ein einzigartiges Erlebnis!

  • Rainer (author) sagt:

    Lieber Gerhard,
    herzlichen Dank für die aktuelle Info zum Alpinen Pfad! Das mit dem Überqueren des Weges am Schluss haben wir inzwischen ebenfalls erfahren (und bereits ausprobiert!). 😉 Damals wussten wir das leider noch nicht und der Pfad war auch damals schon so überwachsen, dass wir diese Fortsetzung einfach nicht gesehen haben.
    Liebe Grüße, Rainer

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