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„Stangen-Fieber“

30 April 2010 Ein Kommentar

Im zeitigen Frühjahr, wenn die Hirsche ihr Geweih (die „Stangen“) abgeworfen haben, findet man diese manchmal beim Wandern im Wald. Dabei handelt es sich jedoch immer um Zufalls-Funde. In den Hirsch-Revieren des Hochschwarzwaldes kann man  aber auch ganz gezielt nach ihnen suchen und ist dann oft auch schnell im „Stangen-Fieber“!

Aber Vorsicht, denn eigentlich ist schon das bloße Aufnehmen von „Stangen“ illegal. Auch die abgeworfenen Geweihe sind noch Eigentum des Jagdpächters und das Mitnehmen ist daher nicht nur einfach Diebstahl, sondern erfüllt genau genommen, sogar den Tatbestand der Wilderei! Hier daher einige Tipps, wie man auf Stangensuche gehen kann und dabei trotzdem auf der sicheren Seite des Gesetzes bleibt.

Manchmal liegen sie direkt am Rand eines Waldweges und man braucht sich nur zu bücken. Und mal ganz ehrlich (Hand aufs Herz), wer würde denn da nun einfach an der Geweih-Stange eines wirklich kapitalen Hirsches vorbei laufen, ohne das tolle Souvenir mitnehmen zu wollen?

Am sichersten ist daher immer der „Angriff“ nach vorne! Nehmt doch einfach schon vorher Kontakt mit dem Jagdpächter und/oder dem Revierförster auf und teilt ihnen ganz offen mit, dass ihr gerne einmal nach „Stangen“ suchen möchtet. Macht ihnen aber unbedingt klar, dass ihr eventuell gefundene Stangen nicht behalten wollt, sondern bei ihnen abgeben werdet. Meist werdet Ihr dafür einen gleichwertigen „Ersatz“ erhalten.

Vielleicht dürft ihr sie ja sogar begleiten, denn sie suchen diese Stangen ebenfalls. Man ist nämlich stets bestrebt, die Stangen jeweils aller, in einem Revier lebenden Hirsche komplett zu besitzen, um einen besseren Überblick über den aktuellen Hirsch-Bestand zu haben und auch, um ihre jeweilige Entwicklung sicher dokumentieren zu können.

Die meisten Stangen werden gegen Ende des Winters gefunden. Dann liegen sie häufig einfach auf dem verharschten Schnee und sind daher viel leichter zu finden. Diese Suche sollte man aber wirklich nur den zuständigen Personen überlassen, die den ganzen Winter über mit der Fütterung und der Hege des Wildes beschäftigt waren. Sie kennen die Tiere genau und wissen sich daher auch richtig zu verhalten. Unkundige, etwa Schneeschuh-Wanderer, würden die Tiere aber aufscheuchen und zur Flucht bringen. Dafür haben sie im Winter jedoch keine Kraft übrig! Befolgt also bitte die Hinweis-Schilder und bleibt im Winter-Halbjahr (auch mit Schneeschuhen!) einfach auf den breiten Wegen.

Erlaubt mir bitte, dieses etwas heiklere Thema, einfach mit zwei bekannten Zitaten zu beenden:

„Wer viel fragt, bekommt auch viel verboten!“ Aber: „Ehrlich währt (immer!) am Längsten!“ Claudia und ich wünschen uns natürlich, dass Ihr Euch für das Bessere entscheidet und hoffen mit Euch auf viel Erfolg, für Eure eigene Suche, mit recht viel „Stangen-Fieber“..!


 

Ein Kommentar »

  • Manu sagt:

    Pass bloß auf, dass die Mama Dich net auf die Hörner nimmt 😉

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