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Spätherbstliche Runde um den Kaiserstuhl

26 Oktober 2009 Kein Kommentar

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Unterwegs auf wunderschönen Graspfaden. Der alte Vulkan, wie ihn kaum einer kennt…

Wer vom Kaiserstuhl spricht, der denkt unwillkürlich an Sonne, Wärme und Weinberge. Und die Namen der vielen, kleinen Ortschaften um ihn herum, lassen Kenner dann auch verzückt mit der Zunge schnalzen und die Ortsnamen mit lauter „er„s versehen: Oberrotweil“er„, Oberbergen“er„, Vogtsburg“er„…

Sonne und Wärme haben auch wir gesucht, denn als es am Sonntagmorgen in Titisee-Neustadt geregnet hat, beschlossen wir spontan, diesem Wetter ein Schnippchen zu schlagen und unser (Wander-)Heil am Kaiserstuhl zu suchen. Leider reichte der blaue Himmel im Westen aber nur bis an die Vogesen heran. Gerade so weit, dass man noch einen schmalen Streifen Blau, drüben, über „Gallien“, erkennen konnte. Zumindest hatte es inzwischen aber aufgehört zu regnen und die Temperatur war mit 14,5°C auch recht angenehm.

20091025-Nochmal Kaiserstuhl! 019Am Kaiserstuhl gibt es zwei Ausgangspunkte, die ideal sind für Spaziergänge und Wanderungen: Oberrotweil (mehrere kostenlose Parkplätze im Ortskern) und den Vogelsang-Pass, dort, wo die Straße von Oberschaffhausen den Kraterrand, in Richtung Oberbergen überwindet. Hier gibt es gute Parkmöglichkeiten entlang der Nebenstraße, an schönen Tagen sollte man jedoch früh genug dran sein!

Von hier aus startet man idealerweise in Richtung Badberg (Naturschutzgebiet), dem wohl schönsten und beeindruckendsten Wanderweg am ganzen Kaiserstuhl, mit überwältigendem Rundblick zum äußeren Kraterrand.

Wir überqueren gleich die L115 nach Norden und halten uns danach links, bis zu einem Schaukasten. Hier wenden wir uns nach rechts und folgen dem Lehmpfad hinauf, in Richtung Eichelspitzturm (Aussichtsturm). Bald nehmen uns die typischen Grashänge des inneren Kaiserstuhls auf und wir sehen den romantischen Wiesenpfad, hinüber zum Badberg. An der ersten Abzweigung halten wir uns dann auch links, und folgen ihm, in Richtung Oberbergen.

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Was nun kommt, ist schon fast unwirklich schön! Ein ständiges Auf und Ab, über leicht begehbare Graspfade. Selbst etwas steileren Anstiege, die immer dem Bergkamm folgen, sind recht kurzweilig und daher nur wenig anstrengend. Wir genießen rundum wunderschöne Ausblicke auf die Weinterassen und die Obstplantagen.

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Bei Nässe ist etwas Vorsicht geboten. Der poröse Boden nimmt Wasser zwar sofort auf, so dass der Weg selbst bei Regen nie schlammig wird. Allerdings sollte man auf dem nassen Gras etwas aufpassen, denn hier kann es leicht rutschig werden! Auch auf den anfänglichen Lehmpfaden, vom Parkplatz Vogelsang aus, ist etwas Vorsicht geboten. Das bei längerer Trockenheit, unter vielen Wanderstiefeln entstehende Mehl aus Lehm, wird bei Regen nämlich schnell zu „Schmierseife“.

In Oberbergen kann man sich entscheiden, ob man links herum, über den „Totenkopf“ (Aussichtsturm), oder rechts herum, über den Katharinenberg (Kleine Kapelle), zum Auto zurückkehrt. Beide Möglichkeiten führen über den „äußeren Kraterrand“, wobei die Version rechts herum, etwas länger, aber auch interessanter ist.

Interessante (vulkanische) Gesteinsformationen Wer den Krater ganz umrunden möchte, sollte in Oberrotweil starten. Im Uhrzeigersinn wird sich ihm eine wunderschöne, hochinteressante, aber auch überraschend anstrengende Wanderung bieten. Entlang des Weges ist ein Weinlehrpfad mit extra gepflanzten Reben angelegt, von denen man im Herbst die einzelnen Sorten ganz offiziell probieren darf. Für alle anderen Weinstöcke gilt: Finger weg! Wanderstöcke nicht vergessen(!) und vielleicht etwas Kleingeld für ein abschließendes „Viertele“ einstecken!

Fazit: Der Kaiserstuhl bietet sich schon im zeitigen Frühjahr, bis in den späten Herbst hinein, als klimatisch gemäßigtes Wanderziel an. Nicht umsonst wird die Region als deutsche Toscana bezeichnet! Dabei werden aber nicht nur Tier-, und Pflanzenliebhaber, sondern in besonderem Maße auch geologisch Interessierte, mit Sehenswertem bedacht. Da der Kaiserstuhl vulkanischen Ursprungs ist, bietet er immer wieder typische Gesteinsformationen. Aber auch seine Orchideen-Pracht im Frühsommer ist erwähnenswert!

Nichts für Kinderwagen, denn die Anstiege sind dafür zu steil! Eine Kindertrage hingegen wäre wohl richtig gut!

Die große Umrundung hat es in sich und wird regelmäßig unterschätzt! Durch das ständige Auf und Ab kommen jedoch ordentlich Höhenmeter zusammen!

Googlemaps


 

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