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Neuland im Südschwarzwald – der Hochkopf

4 Dezember 2009 Ein Kommentar

Über den Bergkamm blies ein kräftiger FöhnDiese Wanderung war – jahreszeitlich gesehen – „weder Fisch, noch Fleisch“..!  Die Bäume waren einfach zu kahl um noch Herbst, und die Luft viel zu warm, um schon Winter zu sein. Es blies ein kräftiger Föhn, mit deutlichen Plus-Graden…

Diese Ecke des Schwarzwaldes war für uns bisher kaum erreichbar gewesen. Wir hatten zwar schon des öfteren Tagestouren zum Belchen und auch an das Herzogenhorn unternommen, die Täler und Gipfel südlich und östlich von ihnen, waren jedoch, von Stuttgart aus, einfach außerhalb unserer Reichweite gewesen. Nach unserem Umzug in den Hochschwarzwald hat sich das natürlich geändert, so dass wir nun endlich auch dieses „Neuland“ erkunden wollen. Die erste Tour führte uns vom Parkplatz unterhalb des Hochkopf-Hauses zum Hochkopf-Gipfel (1.263 m) und dann über einen wunderschönen Kamm, weiter zum Hohen Zinken (1.242 m). Ein Blick in die Karte zeigt uns, hier hat es einige „Eintausender“, und nur die wenigsten sind wirklich bekannt.

20091126-Hochkopf-Runde 007Vom Wander-Parkplatz aus zieht der gut beschilderte West-Weg (Ostvariante) an einem Grillplatz mit Brünnele vorbei, hinüber zum Hochkopf-Haus. Dort überqueren wir die Straße und folgen den Wanderzeichen immer bergauf, in Richtung Blößling. Ein kurzer Stich führt uns dann hinauf zum Hochkopf-Gipfel, der von seinem Aussichtsturm aus eine unglaubliche Fernsicht, bis hinüber zu den Schweizer Alpen, bietet. Trotz des kräftigen Föhns, der uns hier oben recht unangenehm ins Gesicht bläst, fällt es uns schwer, uns loszureißen und wieder hinunter zu steigen. Nach einer kurzen Rast folgen wir dann dem breiteren Weg wieder bergab, zum Sendemast. Ab hier führt nun ein wunderschöner Pfad, über einen langgezogenen Bergkamm, in Richtung Hohe Zinken/Blößling. Irgendwann erschrecken uns zwei Gämsen, die uns bis auf etwa 20m haben herankommen lassen, bevor sie gemächlich das Weite suchten. Wir hatten sie vorher überhaupt nicht bemerkt.

Diese Gegend scheint überhaupt sehr wildreich zu Der Aussichtsturm auf dem Hochkopf bietet sich eine bestechende Fernsicht, bis hinüber zu den Schweizer Alpensein, wie uns nicht nur die unterschiedlichen Losungen zeigen. Auch der Verbiss an den Bäumen weist auf einen recht guten Bestand an Hirschen und Gamswild hin. Aber auch Spechte scheinen hier noch häufig zu sein (siehe Fotos).

Wir folgen dem Westweg, der sich hier einmal mehr als wunderschöner Trampelpfad über einen langen Bergkamm zieht, immer weiter, in Richtung Blößling. Irgendwann stoßen wir dann auf einen breiten Forstweg, der uns links herum, nach etwa fünf Kilometern, zum Parkplatz zurück bringen wird. Schade – es ist schwer, sich so abrupt, von schmalem, wurzeligem Trampelpfad, auf breiten Forstweg umzustellen. Aber wir lenken uns ab, indem wir uns der herrlichen Aussicht, hinab, ins Obere Wiesental, hingeben. Gerne hätten wir auch noch den Blößling besucht, aber das hätte uns unweigerlich in die Dunkelheit hinein geführt, was wir natürlich – trotz Stirnlampen – vermeiden wollten.

Typischer Verbiss von Hirsch, oder GamswildHier hat wohl ein Specht die Rinde gelöst, um Baumsaft zu lecken...So weit hinauf kommen auch Hirsche nur bei hohem Schnee - das war ein Specht! Am Auto angekommen wussten wir aber schon, wo wir uns in nächster Zeit „rumtreiben“ würden: es gibt schließlich noch viele Täler und Gipfel zu entdecken, hier im Südschwarzwald, unserem „Neuland“…

Bestechender Blick ins obere WiesentalSehr schön zu sehen, der wunderschöne Pfad über den Kamm...Auf dem Trampelpfad hinter dem Hochkopf

Unser Fazit: Eine tolle Tour für alle Naturfreunde. Wer sich ruhig verhält und langsam bewegt, muss hier ganz einfach auf Wild treffen – selbst mit „roten“ Jacken.

Aber mal wieder nichts für Kinderwagen, Trittsicherheit sollte vorhanden sein. Kindertrage wäre ideal. Wer unbedingt trotzdem mit dem Kinderwagen los ziehen möchte, sollte die Tour im „Uhrzeigersinn“ machen, um die Lieben dort abzufangen, wo der breite Forstweg auf den von rechts kommenden Westweg stößt! So lässt sich dann zumindest der Rückweg gemeinsam und ohne Probleme, auch mit einem Kinderwagen bewältigen.

Google-Maps

Ein Kommentar »

  • Manu sagt:

    Ach ja, da bekommt selbst der Faulste (also ich *g*) Lust, sich warm anzuziehen und wandern zu gehen – bei meinem nächsten Besuch wäre ich dann doch ausversehen gerne mal dabei (Ravenna o.ä.)… 😉

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