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Kleine Schneeschuh-Runde um den Feldsee

22 Dezember 2010 Kein Kommentar
 Dieser Artikel ist Teil 5 von 13 in der Serie Die schoensten Schneeschuh-Touren am Feldberg

Diese etwas kürzere Tour haben wir uns extra für unseren Sohn Tobias aufgehoben. Dem wurde von Frau Holle zu seiner allerersten Schneeschuh-Tour dann auch gleich noch mal ordentlich Neuschnee serviert.
Seine diesbezügliche Skepsis konnten wir aber leicht mit einem versprochenen „Jagertee“ im Raimartihof entkräften und Claudia würde dort dann auch gleich noch zu ihrem ersten „heißen Hollunder“ des Winters kommen..!

Über Nacht hat es so kräftig geschneit, dass zeitweise die Pass-Straße am Feldberg gesperrt werden musste und selbst am Sonntag-Morgen kam noch so viel von oben „runter“, dass wir uns lieber noch einmal umdrehten! Erst viel später, beim gemeinsamen Frühstück, klarte das Wetter dann auf und motivierte uns so, doch noch aufzubrechen.

Wie erwartet, können wir uns die Parkplätze entlang der Straße am Caritas-Haus aussuchen. Bei diesem Wetter ist hier nicht viel los. Unter normalen Umständen hätten wir hier um 12.00 Uhr wohl keine Chance mehr, noch einen Parkplatz zu ergattern. Wir überqueren die Straße und legen am Wanderweg (Fernskiwanderweg Hinterzarten – Schluchsee) die Schneeschuhe an.

Diesmal habe ich mir einen alten Kaffeelöffel eingesteckt, mit dessen Stiel ich die Gummi-Riemen der MSR spielend leicht über die Metall-Nieten drücke. Das funktioniert prima und schon die Daumennägel gewaltig! (Unbedingt merken!)

Trotz des Heftigen Schneefalls ist der Winterweg hervorragend gewalzt und präpariert. Nach ein paar Minuten biegen wir dann auf den ebenfalls gewalzten Weg zur Liftstation (Talstation Feldberg) ein. Hier sind nun doch einige Spaziergänger unterwegs, die uns entgegen kommen. Mit unseren Bärentatzen haben wir ihnen gegenüber aber den kräftesparenden Vorteil, nicht bei jedem Schritt ein Wenig zu rutschen!

Wir erreichen die Abzweigung hinter der Liftstation und biegen dann nach rechts ab, den steilen Weg hinunter, zum Feldsee. Tobias freut sich nun doch, endlich einmal in „richtigen“ Tiefschnee zu dürfen. Leider beschert man uns hier aber einen kleinen Wermutstropfen: Eine ganze Wandergruppe hat sich im Tiefschnee – ohne Schneeschuhe – auf den Weg zum Feldsee gemacht. Dabei haben sie einen schmalen, tiefen Graben gespurt, in dem wir mit den Schneeschuhen kaum gehen können. Da wir aber keine „Autobahn“ zum Feldsee hinunter treten möchten, gehe ich in der Spur voraus und trete sie etwas breiter. Das ist sehr anstrengend und wen wundert’s, mein Hals wird dabei zunehmend dicker! Nur ab und zu geben wir der Verlockung nach und suchen uns einen eigenen Weg, wir wollen hier – in der unberührten Natur – einfach keinen breiten Wanderpfad hinterlassen!

Als wir den Feldsee erreichen, sehen wir die Wandergruppe: Sie haben inzwischen die andere Seite erreicht und scheinen völlig entkräftet zu sein, denn immer wieder fallen einige von ihnen hin.
Wen wundert’s? Das Stapfen im tiefen Schnee ist unglaublich kräftezehrend und wer so leichtsinnig ist, sich auf eine derartige Tour einzulassen, der hat bestimmt auch keine Gamaschen an! Bald kann ich erkennen, dass sie sich an der Spitze auch nicht gegenseitig ablösen! Der/die Erste scheint völlig fertig zu sein und fällt inzwischen mehr vorwärts, als er geht..!

An der Brücke, wo das Seebächle aus dem Feldsee heraus fließt, holen wir sie dann ein und als ich sehe, wie fertig sie wirklich sind ist mein Zorn auch schon verraucht. Sie haben nur Wanderstiefel und Blue-Jeans an, darüber Anoraks. Die Jeans sind bis zu den Oberschenkeln nass und die Gruppe hat eigentlich nur Glück, dass die Temperatur heute nur knapp unter 0°C liegt. Als ich ihrem Führer Vorwürfe mache meint er nur, dass sie die Tour im letzten Jahr doch ebenfalls gemacht haben und es damals lange nicht so schlimm gewesen wäre..!

Wir geben ihnen noch ein paar Tipps, wie sie nun am Schnellsten auf den gespurten Winterwanderweg kommen, dann ziehen wir weiter, zum Raimartihof.

Hier haben wir nun endlich wieder einen „normalen“ Pfad vor uns, der sowohl von Schneeschuh-Gängern, als auch von Winterwanderern gespurt worden ist und ich bin Gott-froh, endlich wieder ganz normal gehen zu können! Bald erreichen wir unsere Pausenstation und ich möchte nur noch endlich die Schneeschuhe von den Füßen zu bekommen und mich drinnen hinsetzen zu dürfen.
Das Gehen in der knietiefen, viel zu schmalen Spur war viel anstrengender, als ich habe wahrhaben wollen und deckt nun auch bei uns einen Kardinal-Fehler auf: Auch wir hätten uns vorne – beim „Spuren“ – unbedingt ablösen müssen..!

Drinnen ist ganz gut was los und ich stelle mich an der Selbstbedienungs-Theke an, um unsere Jagertee und Claudia’s heißen Holunder zu holen. Die Brillen und auch die Kamera sind hier drinnen sofort so beschlagen, dass an Fotos leider nicht mehr zu denken ist – schade! Dafür genießen wir unseren Punsch und dann gleich noch einen, weil man ja auf einem Fuß nicht stehen kann – auch Tobias ist inzwischen vom Schneeschuh-Wandern begeistert..!

Als wir dann aufbrechen führe ich Claudia noch einmal stolz den Trick mit dem Kaffeelöffel vor – und lasse ihn dabei durch die Ritzen der Holzterrasse fallen..! Dann halt den Rest wieder mal mit den Daumennägeln!

Über den gespurten Fernskiwanderweg Hinterzarten – Schluchsee erreichen wir dann wieder die Straße am Caritas-Haus und unser Auto. Ein abschließender, kontinuierlicher und sanfter Anstieg, der von jedem gemütlich zu bewältigen ist.

Unser Fazit: 8,5 Kilometer mit 367 Höhenmeter im Anstieg. Eigentlich eine sehr schöne, nicht zu anstrengende Tour, die mit einer Dauer von ca. 3,0 Std. (ohne Jagertee!) auch von Gelegenheits-Schneeschuh-Gängern und Anfängern zu bewältigen ist. Die ganze Strecke ist hervorragend ausgeschildert und dürfte auch bei schlechter Sicht keine Orientierungs-Probleme aufkommen lassen.

Achtung: Die Feldsee-Umrundung schneidet die Lawinen-Bahn unterhalb des Bismarck-Denkmals! Bitte nur bei sicherer Schneelage durchführen, sonst auf die Umrundung besser verzichten und den Feldsee vorne herum abkürzen! (Auskünfte zur Schneelage beim Haus der Natur und der Bergwacht!)

Besonderheiten: Im Winter bitte Unbedingt die Wildruhezonen im Naturschutzgebiet beachten (siehe unten)! Den Plan bekommt Ihr als Faltblatt im Haus der Natur, Preis -,50 €.

Empfohlene Karte für den Garmin: Topographische Karte Süddeutschland, 1:25.000

Empfohlener Winter-Wanderkarte: Faltblatt Wintersport im Naturschutzgebiet Feldberg (siehe oben).

Weiterhin: Freizeitkarte 505, Freiburg i. Br./Kaiserstuhl, 1:50.000 ISBN-13:978-3-89021-598-3

Hier geht’s zu den derzeit verfügbaren Feldberg-Webcams

Hier findet Ihr die aktuellen Schneeberichte

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