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Höllisch heiß, aber teuflisch gut – „Feuerkartoffeln“..!

25 September 2009 Kein Kommentar

Direkt in der Glut gegart - Feuerkartoffeln

Die wohl mit Abstand rustikalste Art, Kartoffeln zuzubereiten. Man wirft sie einfach ins Feuer..!

Eigentlich nur schwer vorstellbar, dass eine mit Glut bedeckte Kartoffel, nach über dreißig Minuten im Feuer, noch nicht völlig verbrannt ist. Und was man da dann mit einem Stock aus dem Feuer holt, ähnelt wohl auch eher einem halb verbrannten Eier-Brikett, schwarz und verkohlt. Schneidet man dieses rauchende „Etwas“ dann jedoch mit einem Messer in zwei Hälften, ist man völlig erstaunt: die Innenseite offenbart sich mehlig gelb! Dampfend  fällt sie auseinander und verströmt dabei einen unglaublich intensiven Duft nach gegarten Kartoffeln. Und genau so schmeckt sie dann auch, einfach nur mit ein paar Körnchen Salz bestreut und vielleicht noch mit einer Flocke Butter belegt!

Am Besten löffelt man sie einfach nur mit einem Kaffeelöffel direkt aus der dick verkohlten Schale, wie eine Avokado. Und Ihr werdet sehen, möglichst heiß verzehrt, kann an diesen köstlichen Kartoffelgeschmack keine andere Zubereitungsart heran reichen.

Natürlich ist der Aufwand, sie zu „kochen“, enorm und ein paar Krümel Kohle auf dem Löffel, sollten einen auch nicht gleich abschrecken. (Ist ja nur Kohlenstoff.) Aber diese Art der Zubereitung mal auszuprobieren, könnte uns auch einen Grund dafür liefern, wieder mal raus zu kommen. Und die kleinen „Racker“ werden von unseren „Feuerspielen“ wohl alle Mal begeistert sein!

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„Feuerkartoffeln“ reichen bis zur Einführung der Knolle, Ende des 16. Jahrhunderts, zurück und dürften von den Bauern damals wohl rein zufällig entdeckt worden sein. Sie verbrannten während der Ernte stets das Kartoffelkraut auf den Feldern und die dabei versehentlich mit ins Feuer gekommenen Kartoffeln, waren bestimmt auch damals schon ein willkommenes „Zubrot“.

Was die Kartoffel so feuerbeständig macht? Das Geheimnis steckt wahrscheinlich in ihrer dünnen Schale, die eigentlich gar keine ist, sondern lediglich eine feine Schicht abgestorbener Zellen. Diese besitzt aber unglaubliche Isoliereigenschaften und jeder, der schon einmal heiße Pellkartoffeln geschält hat, durfte diese Isolierung ganz persönlich kennen lernen: man kann die gekochten Kartoffeln mit der Schale bereits prima anfassen, aber kaum hat man einen Teil von ihr abgezogen, verbrennt man sich wieder höllisch die Finger..!

Unbedingt ausprobieren und die Kartoffeln in der Glut immer wieder wenden, bis sie rundherum, so richtig dick verkohlt sind! (Sonst sind sie innen noch nicht gar und schmeckt dann auch noch nicht richtig!)

Ein persönlicher Tipp: am Besten größere, mehligkochende Kartoffeln verwenden! Und etwas Butter, so wie einen Salzstreuer mitnehmen…


 

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