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Familien-Erlebnis „Ravenna-Schlucht“

6 August 2009 Ein Kommentar

In der Ravenna-SchluchtDurch die wilde „Raben-Schlucht“, hinauf zum Piketfelsen

„Ravenna“ ist ein altdeutscher Plural für „Rabe“. „Ravenna“-Schlucht bedeutet also „Raben“-Schlucht. Sie ist ein wilder Seitenarm des Höllentales und liegt direkt an der B31, zwischen Hirschsprung und Hinterzarten. Ausfahrt ist das Hofgut Sternen, dort findet man auch ausreichend Wanderparkplätze. In der Ravenna-Schlucht

Der Eingang zur Schlucht führt zunächst über einen bequemen Wanderweg unter der Ravenna-Brücke hindurch, einem 1925 neu errichteten Stein-Viadukt. An die alte Brücke erinnert ein Schild, das auf die immer noch vorhandenen Widerlager der ursprünglichen Stahlkonstruktion hinweist. Bald wird der breite Weg jedoch zum romantischen Wurzelpfad und eine Warntafel des Schwarzwaldvereins bezeichnet die Begehung sogar als gefährlich! Na ja, ein Kinderwagen-schiebender Papa vor uns schmunzelt nur, parkt den Buggy einfach am Wegesrand und nimmt den Filius auf die Schultern. Eine kluge Entscheidung, denn etwas weiter oben warten auch noch ein paar steile Treppen auf uns. Die Schlucht wird nun rasch wildromantisch und wäre ohne Stege, Brücken und Treppen nicht mehr zu begehen. In rascher Folge wechseln wir über den Bach und bewegen uns dabei einmal auf der linken, dann wieder auf der rechten Talseite. Die Ravenna plätschert einmal ruhig vor sich hin, um sich dann nur ein paar Meter talaufwärts, wieder als reißender Wildbach, in mächtige Wasserfall-Kaskaden zu stürzen.In der Ravenna-Schlucht

Frühmorgens ist es in der Schlucht – auch im Sommer – noch klamm und feucht. Man sollte also mit dem Familien-Ausflug vielleicht etwas warten, bis es trockener geworden ist. Dann besteht auch deutlich weniger Gefahr, irgendwo auszurutschen. Vor allem die Holzbohlen der Brücken und Stege können recht „seifig“ sein, wenn sie nass sind. An richtig warmen Sommer-Nachmittagen wird hingegen überall in der Ravenna (wo es möglich ist) geplantscht. Vielleicht solltet Ihr für die Kleinen also ebenfalls Badesachen, und ein Handtuch mitnehmen und dann für den Rückweg einfach etwas mehr Zeit einplanen?

Trotzdem muss man in der Schlucht immer ein Auge auf Kinder haben, denn Möglichkeiten, hin zu fallen, oder gar irgendwo abzurutschen, gibt es natürlich genügend. Auch für den sportlichen Papa(!) mit dem „Sohnemann“, oder dem Töchterlein auf den Schultern. Gutes Schuhwerk wäre natürlich schon angebracht, wer aber nur einen Ausflug durch die Schlucht, und wieder zurück machen möchte, kommt auch mal mit guten Turnschuhen durch..!

In der Ravenna-Schlucht In der Ravenna-Schlucht In der Ravenna-Schlucht Schon nach etwa anderthalb Kilometern öffnet sich das Tal und man verlässt den (unteren) Teil der Schlucht. Hier kann man einkehren (Selbstbedienung) und sich unter Sonnenschirmen erfrischen, oder auch vespern. Ein geteerter Weg führt uns weiter, zu einem Wege-Kreuz mit Schilderbaum: geradeaus geht es in den oberen Teil der Ravenna-Schlucht. Rechts ab, nach Hinterzarten und links, hinauf zum Piketfelsen, einer herrlichen Aussichtskanzel, hoch über dem Höllental. Wessen Kinder also nun noch Reserven haben, kann mit ihnen gerne auch noch diese Tiefblicke genießen.

In der Ravenna-Schlucht

Eine tolle Aussicht genießt man vom Piketfelsen. Unten der Parkplatz am Hofgut Sternen und die B31

Der Aufstieg über schmale Wurzelpfade, ist zwar steil, aber wildromantisch. In der Ravenna-SchluchtOben kann man dann fast eben weitergehen, in Richtung Posthalde, oder auch einen Abstecher nach Breitnau machen, um die Tour als Rund-Wanderung über den oberen Teil der Ravenna-Schlucht, zum Hofgut Sternen und damit zum Parkplatz zurück zu führen. Hier ist natürlich auch immer eine abschließende, recht gemütliche Einkehr möglich (Vielleicht als Belohnung für die Kids?). Zudem empfiehlt sich auch ein  interessanter Besuch in der Glasbläserei des Gutes (Vorführungen).

Unser Fazit: ein kurzweiliger Ausflug für die ganze Familie, den man völlig individuell erweitern, und sogar zur anspruchsvollen Rund-, oder Streckenwanderung ausbauen kann.

Ein Kinderwagen dürfte in der Schlucht zu anstrengend werden, ein Trage-Rucksack wäre hingegen ideal! Trittsicherheit ist erforderlich!

Kleinere Kinder zudem besser immer etwas im „Blick“ haben!

Karte:

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