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Ein Besuch der Ruine „Falkenstein“ im Höllental

28 August 2009 Kein Kommentar

Hoch über dem Eingang des Höllentals, wo früher richtige Raubritter hausten, finden sich auch heute noch große Abenteuer, für alle (nicht zu!) kleinen „Racker“.

Nur ein paar restaurierte Mauerreste zeugen noch von der Herrschaft, derer zu Falkenstein

Nur ein paar restaurierte Mauerreste zeugen heute noch von der einstigen Zollburg, am Eingang des Höllentals

Als Ausflugsziel ist es eigentlich zu wenig und um sich zu erholen, viel zu laut. Wer jedoch mit Kindern auf der B31, im Höllental unterwegs ist, oder sich für Geschichte interessiert, für den lohnt sich diese Stippvisite allemal!

In Falkensteig, direkt an der Eisenbahn-Brücke finden sich beiderseits der Bundesstraße Parkplätze. Nach dem Unterqueren der Brücke, passieren wir rechter Hand ein älteres Haus mit einigen Holzbeugen. Direkt im Anschluss führt ein Trampelpfad, ohne jede Markierung, steil rechts den Hang hinauf. Ihm folgen wir und halten die Kid’s nun immer etwas an der „kürzeren Leine“, denn hier geht es teilweise wirklich weit und steil hinunter! Zudem liegen auch immer wieder lose Steine auf dem Weg, die man keinesfalls in den Abhang treten sollte (Straße/Eisenbahnlinie)!

Ein Blick hinab, ins Höllental

Ein Blick hinab, ins Höllental

Schmal zieht sich der Trampelpfad jetzt immer höher hinauf und hält sich dabei genau über der Bahnlinie Freiburg – Titisee (Höllentalbahn). Nur selten erhascht man im dichten Grün noch einen Blick hinab, ins Tal, aber der laute Verkehr lässt einen leider immer wissen, wo man sich gerade befindet. Dieser Wermutstropfen dürfte jedoch von Kindern, die hier natürlich voll in „ihrem Element“ sind, wohl kaum beachtet werden. Regelmäßig hört man auch den Zug unter sich hindurch fahren, und dann drüben, nur noch eine Kurve vor dem Hirschsprung, im Tunnel verschwinden.

Nach einigen Serpentinen umrundet der Pfad abschließend, links herum, den Hang und verbreitert sich dann für ein paar Meter. Von hier aus kann man nun auch zum ersten Mal rechts hinauf sehen, zu ersten Mauerresten, der völlig versteckt liegenden Burgruine.

Ruine Falkenstein, Höllental 20090811-Ruine Falkenstein, Höllental 008 Ruine Falkenstein, HöllentalNun kommt die Erste, von zwei wirklich steilen Wegpassagen. Beide sind mit Eisengeländern gesichert, wobei diese wohl mehr dazu dienen, sich auf dem unglaublich steilen Pfad hinaufziehen zu können, als einen Sturz, irgendwo den Hang hinunter, zu verhindern! (Siehe erstes Foto links, mit Claudia! Dieses erste Stück ist wirklich so steil, dass unser Hund auf dem Rückweg einmal fast das Übergewicht bekommen hätte!)

Nach diesem Anstieg erreichen wir das erste, völlig ausgesetzte, jedoch Geländergesichterte Plateau. Die Ruine Falkenstein liegt in einer unglaublich exponierten Lage, hoch über dem Höllental! Welchen Blick über das frühere, noch viel engere „Falkensteiner Tal“, müssen diese Ritter von hier aus wohl gehabt haben?

Blick von der Ruine Falkenstein auf B-31 und Höllentalbahn

Blick von der Ruine Falkenstein auf das obere Höllental mit B-31 und Höllentalbahn am "Hirschsprung"

Von der ersten Platte aus führt noch ein zweiter, ebenfalls Geländer-gesicherter Pfad hinauf, zur zweiten Ebene. Auch von hier aus hat man atemberaubende Tiefblicke und Claudia verliert sogar kurzfristig die Kontrolle über ihre Höhenangst, was nur selten vorkommt! Schade nur, dass die Felskanzeln, vor allem im Sommer, zunehmend zu wachsen, so dass gute Fotos nur noch mit einigen Tricks und sehr langen Armen (Vorsicht!!!) zu machen sind! Und wer die Bilder sieht, wird es wahrscheinlich schon ahnen: auf dieser Stippvisite ist wirklich nur der Weg das Ziel. Aber der ist dann auch so richtig klasse..!

Oben ist dann leider Sackgasse, so dass man wieder genauso zurück muss, wie man hinauf gekommen ist!

Unser Fazit: toller Kurztrip für alle Trittsicheren, die ihre Höhenangst einigermaßen kontrollieren können! Auch „Kinder“ sollten in einem Alter sein, dass sie verstehen, was man da gerade mit ihnen unternimmt! Die Kleineren können zur Not auch mit der Mama im Auto warten, denn so lange dauert dieser Ausflug ja nicht…

Keine Chance mit dem Kinderwagen! Festes Schuhwerk erforderlich, Wanderstöcke sind von Vorteil, nicht bei Nässe, Eis, oder Schnee!

Googlemaps 

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