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Bei der Krokus-Blüte in Zavelstein

15 März 2011 Kein Kommentar

Abertausende Krokusse blühen derzeit wieder auf den Wiesen rund um Zavelstein und verwandeln diese in ein lila Blütenmeer. Es handelt sich dabei um die einzige Wildkrokus-Blüte in ganz Süddeutschland und ist wirklich sehenswert!

Ein ausgeschilderter Rundweg führt den Besucher über knappe 4 Kilometer zu den schönsten Blütenwiesen und erklärt zudem an mehreren Stationen auch die Entstehung und Hintergründe dieser alljährlichen Blütenpracht. Der Weg ist überwiegend eben und fast durchweg asphaltiert und daher auch mit dem Kinderwagen, oder einem Rollstuhl zu bewältigen (ca. 80 Höhenmeter gesamt).

Wir wissen es jetzt auch: Krokusse öffnen ihre Blüten nur bei Sonnenschein vollständig! Und da bei unserem Ausflug das Wetter mal wieder nicht wirklich auf unserer Seite war, sind wir diesbezüglich leider etwas gehandicapt. Zudem haben wir auch bald nasse Knie, denn Krokusse im Stehen zu fotografieren, das geht natürlich gar nicht! Aber mit etwas sportlichem Ehrgeiz und viel Geduld, gelingen uns trotzdem einige, richtig tolle Aufnahmen!

Wer die Krokus-Blüte besuchen möchte, der sollte sich unbedingt vorab bei der Gemeinde Zavelstein erkundigen, wann die Blüte einsetzt, bzw. wieder vorüber ist. Aktuell ist derzeit sogar ein Krokus-Telefon geschaltet, das Auskunft gibt (Ansage)! Aber langsam und von vorne:

Wir haben aus dem Hochschwarzwald eine zweistündige Anfahrt, aber das ist es uns wert! Schließlich sieht man so eine Krokus-Blüte nicht alle Tage! Leider ist die Stimmung aber schon unterwegs etwas bedrückt, denn es war ziemlich neblig und irgendwann fängt es sogar an, leicht zu regnen.

In Zavelstein angekommen müssen wir uns dann zuerst einmal orientieren und: Einen Parkplatz finden, was – aufgrund der vielen Besucher – gar nicht so einfach ist! Auf der Suche kommen wir rasch wieder aus der Ortschaft heraus und parken daher eben oben, am Sportplatz.

Kaum ausgestiegen, sehen wir aber auch schon die ersten Krokus-Wiesen und begehen gleich hier einen Fehler, den Ihr bitte auf gar keinen Fall nachmachen solltet:

Das gesamte Krokus-Gebiet ist als Naturschutzgebiet(!) ausgewiesen, Wege sollten also – zum Schutz der Pflanzen – nicht verlassen werden. Da wir aber (als „Seiteneinsteiger“) leider überhaupt keine Schilder sehen haben, folgen wir einfach nur anderen Spaziergängern zu den vielen Krokussen und stehen dann auch bald

m i t t e n d r i n n !

Natürlich gelingen uns hier tolle Aufnahmen und wir haben auch ein reines Gewissen, aber nur bis wir an der Straße dann die Verbotsschilder sehen! (Asche auf unser Haupt!)

Auch wenn wir dabei sehr vorsichtig waren und wirklich jeden Schritt mit Bedacht setzten, so etwas sollte einfach nicht passieren!

(Vielleicht könnte man hier auch seitens der Gemeinde noch etwas deutlicher werden, denn schon ein einfaches Trassierband hätte diesen Lapsus ganz bestimmt verhindert!)

Etwas verärgert über uns selbst, gehen wir dann entlang der Straße zurück zum Auto und fahren erst mal wieder in die Ortsmitte hinein. Direkt am Marktplatz haben wir Glück und finden einen zentral gelegenen Parkplatz. Schließlich wollen wir den Krokusweg ja noch mit dem Garmin aufzeichnen, um ihn über den den GPS-Track in der Google-Map darstellen zu können. Und der sollte natürlich unbedingt korrekt wiedergegeben werden, damit andere nicht durch ihn verleitet werden, ebenfalls falsch zu gehen!

Ab dem kleinen Marktplatz ist der Krokusweg hervorragend ausgeschildert. Er führt vom Zentrum weg, eine ansteigende Straße hinauf. In den Vorgärten scheinen die Einheimischen mit der Natur zu wetteifern: Überall blühen Krokusse und Schneeglöckchen! Nur hier in den Gärten gibt es übrigens auch gelbe Krokusse, die Wildform scheint sich hingegen auf die Farbe Lila, und einige, ganz wenige „Weiße“ zu beschränken.

Nach kurzer Strecke führt der Krokusweg dann aber doch fühlbar aufwärts und erreicht wieder die Straße am Sportplatz. Nun halten wir uns (an den, hier nicht zu übersehenden Schildern!) rechts und erreichen nach wenigen Metern eine eingezäunte Wiese, die etwas weiter hinten in ein lilanes Blütenmeer übergeht: Traumhaft schön!

Inzwischen ist es 12.30 Uhr geworden, beste Mittagessenszeit also. Und trotz des bescheidenen Wetters wird es auf den Straßen immer voller! Was wäre hier wohl erst los, wenn wir blauen Himmel und Sonnenschein hätten?

Immer wieder führt uns der Weg (schmale Teerstraße, die während der Blütezeit als Einbahnstraße dem Krokusweg folgt) nun entlang von neuen Krokuswiesen. (Mit Gehbehinderten könnte man hier also sogar einen Großteil der Krokuswiesen abfahren!)

In diesem Bereich sind nun auch immer wieder Stationen aufgebaut, die uns Interessantes zur Krokusblüte, ihrer Entstehung und den Naturschutz vermitteln. Zudem sind überall Schaukästen vorbereitet, in denen man viele Bilder (Dias) der Krokusblüte bewundern kann.

An der zweiten Kreuzung folgen wir dann dem Weg links, in den Wald hinein. Hier fährt nun kein Auto mehr, aber mit Kinderwagen und Rollstuhl wäre auch dieser Weg trotzdem problemlos zu bewältigen.

Und selbst hier, auf den Waldwiesen, sehen wir immer wieder große Ansammlungen, von blühenden Krokussen. Und da – außer ihnen – noch nicht viel Farbe im Wald zu finden ist, bleiben die Augen einfach immer wieder an ihrem lila Leuchten „hängen“!

An der nächsten Kreuzung führt der Weg dann wieder zurück, in Richtung Zavelstein. Hier geht es nun immer weiter abwärts und Claudia deutet am Stadtrand schmunzelnd in einen Vorgarten: Auch hier findet sich noch eine leuchtende, lila Wiese vor einem Haus.

Dann bringt uns der Weg wieder zurück zum Marktplatz und unserem Auto. Wer gerne möchte, der findet hier auch genügend Möglichkeiten der gemütlichen Einkehr.

Unser Fazit: Ein wunderschöner (Familien-)Ausflug in den Vorfrühling! Von der Länge her (der Garmin zeigt lediglich 3,1 Kilometer an!) eigentlich nur ein Verdauungs-Spaziergang, dafür aber mit wirklich vielen „Aha“-Erlebnissen!

Besonders Fotografen kommen hier natürlich voll auf ihre Kosten! Sie sollten dabei jedoch nicht unbedingt Ihre beste Sonntagshose anhaben, denn Krokusse im Stehen (oder in der Hocke) zu fotografieren, das funktioniert einfach nicht!

Und vielleicht auch noch ein kleiner Tipp für alle, die nicht regelmäßig im „Macro-Modus“ fotografieren: Schaut Euch vorher besser noch mal an, wie man den AF-Modus auf Punktmessung umstellt. Denn nur so bekommt Ihr die Stempel der Blüten scharf!

Empfohlene Hintergrund-Karte für den Garmin: Topographische Karte Süddeutschland, 1:25.000

Empfohlene Wanderkarte: Freizeitkarte 509, Waldshut – Tiengen, 1:50.000


Download GPS-Track[urldisplaymode=nomap]


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