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„Angst ist nur ein Wort..!“

11 Juni 2010 5 Kommentare

Ein toller Besuch im Abenteuer-Park „Action Forest“ in Titisee-Neustadt. Wer hierher kommt, um einmal seine ganz persönlichen Grenzen zu suchen, der wird sie auch finden, versprochen! (Einen tierischen Muskelkater inklusive!)

Die Idee, eine Geschichte über den „Action Forest“ zu machen, hatte ich eigentlich schon lange. Aber leider hätte ich ohne Claudia kein „Fotomodell“ zur Verfügung gehabt und aufgrund ihrer Höhenangst, wäre sie auch nicht dazu zu bewegen gewesen, den Parcours mit mir gemeinsam zu durchklettern. So musste nun eben unsere Tochter Manuela, nebst Ehemann Daniel, „herhalten“!

Spaß beiseite, beide freuten sich natürlich mit mir gemeinsam auf einen tollen, erlebnisreichen Tag, im Klettergarten in Titisee! Und hier schon einmal vorweggenommen: den haben wir auch bekommen und auch Claudia hatte ihre Freude, sie passte auf Manu’s Labrador „Gizmo“ auf und sah uns von unten aus zu! Aber der Reihe nach:

Manu und Daniel hatten Ihr Kommen zugesagt und auch mit Tanja und Thomas, den Betreibern des „Action Forest“, war der Fototermin schon abgesprochen. Nur „Petrus“ schien noch etwas unschlüssig zu sein, denn für den Nachmittag waren Gewitter angekündigt und dann geht im Klettergarten natürlich gar nichts! Aber irgendwie verzogen sich die Wolken dann doch und wir hatten plötzlich strahlend blauen Himmel!

Und gleich hier vorab: Sicherheit ist im Action Forest das oberste Gebot und wird sowohl von Tanja und Thomas, den Betreibern, als auch von ihren Trainern „groß“ geschrieben!

Tanja persönlich hilft uns dabei, die Gurtzeuge anzulegen und verpasst uns auch die Helme. Noch einmal kontrolliert sie alles sehr gewissenhaft, dann schickt sie uns den kurzen Weg hinauf, in den Hochwald. Dort werden wir von Jens, einem der überall gegenwärtigen Trainer empfangen. Seine Einweisung in den Parcours und die Ausrüstung, ist sehr umfassend und für jeden verständlich! Aber auch unmissverständlich, denn wer sich nicht an die Sicherheitsbestimmungen hält und irgendwo im Parcours ungesichert(!) erwischt wird, fliegt raus!

Dann steigen wir ein und alles beginnt eigentlich recht harmlos, im „hellgrünen Parcours“. Eigentlich..!

Nur wenige Meter über dem Boden sorgen 10 leichte (Trainings-)Elemente für den Vorgeschmack auf das, was wohl später kommen wird. Aber das kann sich hier ohnehin noch keiner ausmalen..!

Die doppelte Sicherung an Stahlseilen verleiht Sicherheit und lässt einen so auch deutlich mutiger werden, als man es wohl ohne sie wäre und ich gebe zu, ohne die beiden, mitlaufenden Karabinerhaken, hätte ich mich wohl noch nicht einmal durch diesen ersten, „hellgrünen Parcours“ getraut!

Die ersten zehn Hindernisse sind bald überwunden und über eine „Seilrutsche“ geht es, mittels „Seilrolle“ am Gurtzeug, wieder hinunter, auf den festen Boden. Bald stehen wir alle lachend und guter Dinge wieder unten und suchen den Weg, zum „dunkelgrünen Parcours“. Motiviert und neugierig gemacht, wollen wir nun natürlich alle auch die „Steigerung“ kennenlernen.

Die nächste Leiter, hinauf in den zweiten Parcours, ist bald gefunden und sie ist auch schon deutlich höher, als die Letzte. Die neuen Herausforderungen befinden sich nun in 5 – 8 Metern Höhe und verlangen uns schon etwas mehr Mut, Balance und Koordination ab. Aber noch ist alles relativ leicht zu bewältigen, ohne dabei schon ein komisches Gefühl in der Magengegend zu empfinden. Komischerweise sieht man beim Klettern auch gar nicht hinunter, sondern konzentriert sich vielmehr nur auf seine Füße und die zu bewältigende Aufgabe.

Wir packen auch diese „dunkelgrünen“ Hindernisse. Daniel und ich müssen allerdings feststellen, dass dieser Parcours nicht nur höher, sondern auch schon deutlich anstrengender ist! Manuela hatte sich für die etwas Kräfte sparendere Variante entschieden, am Ende geht’s dann aber wieder gemeinsam und rasant zurück, auf den Boden. Und auch diese zweite Seilrutsche ist schon deutlich beeindruckender, als gerade eben noch die „Hellgrüne“!

Unten brauchen wir dann erst mal eine kurze Pause, um unseren Muskeln Gelegenheit zu geben, sich etwas zu regenerieren. Sie sind solche Anstrengungen natürlich nicht gewohnt und begehren etwas auf.

„Den nächsten, Blauen, schafft ihr auch noch..!“ meinte Jens irgendwann grinsend, im Vorbeilaufen. Er hatte uns ständig beobachtet.

Die Strickleiter hinauf, zu den Hindernissen des „Blauen Parcours“, ist nun noch einmal deutlich höher, als die anderen vorher. Auf 10 Metern Höhe sind die einzelnen Aufgaben dann auch nicht nur länger, sondern zudem um einiges anspruchsvoller.

Manuela geht voran und lässt mich nach dem ersten Hindernis vorbei, damit ich sie während der Bewältigung der nächsten Aufgabe, einer Drahtseilbrücke, von vorne fotografieren kann.

Die Konzentration ist in ihrem Gesicht deutlich zu sehen, aber die Brücke ist auch in ständiger Bewegung!

Wer anschließend glaubt, sich erholen zu können, der irrt! Die nächste Aufgabe ist zwar nur kurz, fordert aber erneut 100% Konzentration und Selbstüberwindung: der Tarzan-Sprung! Es gilt nämlich, sich an einem Seil, von der Plattform eines Baumes, zur Plattform des Nächsten zu schwingen und das in 10m Höhe! Ich helfe Manu, indem ich sie „fange“. Da sie ebenfalls nicht völlig schwindelfrei ist, stößt sie nun langsam an ihre Grenzen. Trotzdem zeigt ihr Lachen, dass sie immer noch viel Spaß hat.

Noch ein paar weitere Aufgaben und Manuela posiert noch zwischen den Balken (rechts!) dann bringt uns eine rasante Rutschpartie, über ein Schrägseil wieder hinunter, auf den sicheren Boden.

„Mir reicht’s..!“, meint Manu anschließend nur und Daniel pflicht ihr bei: „Mir auch..!“ Beide steigen hier aus. Ich selbst möchte es aber noch einmal wissen und steige in den „Roten Parcours“ ein. In 10 – 13 Metern Höhe verlangt er sehr viel Kraft, wie ich schon im ersten Element feststellen muss. Und die einzelnen Aufgaben sind nun auch deutlich länger, als bisher! Nach jeder Aufgabe muss ich hier kräftig verschnaufen und mir dann irgendwann auch eingestehen, dass auch ich jetzt meine Grenzen erreicht habe! Als ich die noch steilere und auch längere Seilrutsche hinab sause, fängt mich Jens vor dem gepolsterten Baum ab, sonst wäre ich wohl quer und ungebremst dagegen geschlagen!

Sehr gerne hätte ich auch den „Schwarzen Parcours“ noch bewältigt. Das wäre auch durchaus zu schaffen gewesen, da es sich dabei überwiegend um Balance-Aufgaben handelt. Man überquert beispielsweise eine frei schwingende Hängebrücke, ohne jedes Geländer. Aber die Parcours zuvor haben heute einfach zu viele „Körner“ verbraucht. Fest steht jedoch: ich werde irgendwann wiederkommen und dann auch ihn noch absolvieren!

Der krönende Abschluss erfolgt über den „Sky-Fox“, eine 210 Meter lange (gebremste!) Seilrutsche, die uns in rasanter Fahrt hinunter bringt, ins Tal. Der Zustieg erfolgt über eine etwa 15 Meter hohe Leiter, dem Einstieg in den „Schwarzen Parcours“. Manuela ist für den Sky-Fox etwas zu leicht und fährt daher mit mir im „Tandem“. Der Fahrtwind bläst uns kräftig ins Gesicht, als es erholsam wieder hinunter geht, nach Titisee.

Unser Fazit: eine ganz tolle Anlage, mit viel Phantasie in den Hochwald, oberhalb von Titisee hinein gebaut. Dabei wurde nicht nur auf Sicherheits-Aspekte geachtet, sondern auch dem Naturschutz Rechnung getragen! Von der Straße aus ist der Parcours überhaupt nicht zu sehen!

Wer gerne einmal seine physischen und psychischen Grenzen ausloten möchte, dem kann man den Action Forest in Titisee nur empfehlen.

Hier ist man immer auf der sicheren Seite, denn Sicherheit wird bei Tanja und Thomas ganz groß geschrieben. Die ganzen Hindernisse in den einzelnen Parcours sind absolut professionell verankert und die doppelten Seilsicherungen mit Karabinern am Klettergurt verleihen einem zusätzliche Sicherheit und bieten so die Voraussetzung, um sich beim Bewältigen einzelner Hindernisse, auch immer wieder selbst überwinden zu können.

Schlamperei und Leichtsinn beim Klettern, werden im Ansatz unterbunden und die Trainer sind auch immer in Blickweite! Wer irgendwann Probleme bekommt, bräuchte nur nach ihnen zu rufen. Wird er aber kaum müssen, denn ihren geschulten Augen entgeht keine Unsicherheit und bemerken sie, dass jemand an seine Grenzen stößt, dann gilt ihm ihre ganze Aufmerksamkeit!

Auch als ich im „Roten Parcours“ an meine Grenzen stieß, genügte ein einziger Blick hinunter, um Jens zu sehen. Und schon das Wissen, dass er da ist und auf einen aufpasst, lässt einen sofort wieder ruhiger werden! Zudem gibt er per Zuruf wertvolle Tipps, wie man ein Hindernis einfacher bewältigen kann!

Doch, das war ganz große Klasse, Jens! Danke schön!


Googlemaps 

5 Kommentare »

  • Manu sagt:

    Hallo Ihr Lieben,

    nochmal ein herzliches DANKE von uns beiden!! Es war wirklich *superkallifragelistigexpialigetisch* Habt Ihr toll hinbekommen!!!

    Das Blöde ist nur, wenn man mal die Anstrengung und die Höhe und den unwahrscheinlichen Muskelkater 3 Tage später vergessen hat, will man sofort wieder hin und es sich beweisen! Und beim nächsten Mal (muss ja nicht gleich Morgen sein 😉 ) packen wir das!!

    Liebe Grüße aus Reichenbach, Eure Dodd’l und Dani

  • Rainer sagt:

    Glückwunsch zu Euerem Parforceritt; ich glaube, dass wäre nichts mehr für uns alten Leute. Trotzdem toller Bericht und manch Jüngerer, der sich auf Eurer Seite einloggt, wird sich herausgefordert fühlen, um euch Helden nach zu eifern. Der Bericht ist eine gute Reklame für den Action Forst Park. Ich begleite Dich und Claudia lieber auf dem Boden.
    Grüße
    Annerose und Rainer

  • Daniel sagt:

    Ja war echt super!
    Da wir jetzt Übung haben – auf zu neuen Abenteuern!

  • Ulrike sagt:

    Ich war heute zum erstenmal im Action Forest Park. Das war wirklich ein besonders Erlebnis. Bei den verschiedenen Parcours ist der ganze Körper mit dabei und jeder Muskel wird beansprucht, das ist toll. Action Forest ist schon seit 6 Jahren in Betrieb und erst hier im Wanderblog bei Rainer & Claudia erfahre ich es rein zufällig. Da ich zum erstenmal diese Kletteranlage besucht habe ist es für mich sehr neu und bestimmt werde ich wieder den Action Forest Park besuchen.

  • Dodd'l sagt:

    ok, ich glaube, hier sollte mal Überarbeitung erfolgen ;-))

    Drückerle

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